Kann eine Rechtsanwaltsberatung in der Erbschaftsteuererklärung abgesetzt werden?

Antwort

Ja, die Kosten für eine Rechtsanwaltsberatung im Zusammenhang mit der Erstellung einer Erbschaftsteuererklärung können grundsätzlich als Nachlassverbindlichkeiten bei der Erbschaftsteuer geltend gemacht werden. Das bedeutet, sie mindern die steuerpflichtige Erbmasse und damit die zu zahlende Erbschaftsteuer. Voraussetzung ist, dass die Beratung unmittelbar mit der Abwicklung des Nachlasses oder der Erstellung der Erbschaftsteuererklärung zusammenhängt (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG). Dazu zählen beispielsweise Kosten für die rechtliche Beratung zur Ermittlung des Nachlasses, zur Erstellung der Steuererklärung oder zur Klärung von Steuerfragen im Zusammenhang mit dem Erbfall. Nicht abziehbar sind hingegen Kosten, die der Erbe für die eigene Vermögensberatung oder für Streitigkeiten unter Erben aufwendet. Es empfiehlt sich, die entsprechenden Rechnungen und Nachweise aufzubewahren und dem Finanzamt auf Nachfrage vorzulegen. Weitere Informationen findest du z.B. beim [Bundesministerium der Finanzen](https://www.bundesfinanzministerium.de/) oder bei [Steuerberatersuchdiensten](https://www.dstv.de/).

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