Wildpflanzen und Pilze können den Blutzucker nicht wie ein Medikament „senken“, aber einige sind sehr gut für eine blutzuckerfreundliche Ernährung: vor allem bittere, ballas...
Sind die Wurzeln von Weidenröschen, Wegerich und Feld-Mannstreu essbar und schmackhaft?
Antwort vomDie Wurzeln von Weidenröschen (Epilobium-Arten), Wegerich (Plantago-Arten) und Feld-Mannstreu (Eryngium campestre) sind grundsätzlich essbar, unterscheiden sich aber deutlich im Geschmack und in der Zubereitung: **Weidenröschen:** Die Wurzeln junger Pflanzen sind essbar, aber eher zäh und faserig. Sie wurden früher in Notzeiten gegessen, sind aber geschmacklich eher neutral bis leicht bitter. Am besten eignen sie sich gekocht oder als Beigabe in Suppen. **Wegerich:** Vor allem der Breitwegerich (Plantago major) hat eine fleischigere Wurzel, die roh oder gekocht gegessen werden kann. Sie ist jedoch recht klein, zäh und schmeckt leicht nussig bis erdig. Als Wildgemüse ist sie eher eine Notnahrung, gekocht wird sie etwas weicher. **Feld-Mannstreu:** Die Wurzel des Feld-Mannstreu wurde früher als „wilder Spargel“ bezeichnet. Sie ist essbar, aber sehr schwer auszugraben und oft holzig. Junge Wurzeln können gekocht werden und schmecken leicht süßlich bis nussig, ältere sind jedoch sehr faserig. **Fazit:** Alle drei Wurzeln sind essbar, aber keine Delikatesse. Sie eignen sich eher als Notnahrung oder als interessante Zutat in Wildkräutergerichten. Am besten schmecken sie gekocht, junge Wurzeln sind dabei zarter. Geschmacklich sind sie eher mild bis leicht bitter oder nussig, aber nicht mit klassischen Wurzelgemüsen wie Karotten oder Pastinaken vergleichbar. **Hinweis:** Vor dem Sammeln und Verzehr von Wildpflanzen immer auf sichere Bestimmung achten und nur an unbelasteten Standorten sammeln!