Konkurrenzen § 221, 13 StGB und § 323c StGB?

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Die Vorschriften §221 StGB (Tötung auf Verlangen) und § 323c StGB (Unterlassene Hilfeleistung) können in bestimmten Fällen konkurrieren, da sie unterschiedliche rechtliche Aspekte behandeln. § 221 StGB bezieht sich auf die Tötung Menschen auf dessen ausdrückliches Verlangen. Hierbei wird die Handlung des Täters als Tötungsdelikt gewertet, das unter bestimmten Voraussetzungen straffrei sein kann, wenn das Verlangen des Opfers rechtmäßig ist. § 323c StGB hingegen behandelt die unterlassene Hilfeleistung. Diese Norm bestraft Personen, die in einer Notlage nicht helfen, obwohl sie dazu in der Lage wären. Hierbei wird die Pflicht zur Hilfeleistung in einer akuten Gefährdungssituation thematisiert. In einem hypothetischen Fall, in dem jemand auf Verlangen eines anderen eine tödliche Handlung vornimmt, könnte man sowohl § 221 als auch § 323c in Betracht ziehen. Wenn der Täter beispielsweise nicht hilft, obwohl er die Möglichkeit hätte, könnte dies eine unterlassene Hilfeleistung darstellen. Die genaue rechtliche Bewertung hängt jedoch von den spezifischen Umständen des Einzelfalls ab. Es ist wichtig, die jeweiligen Tatbestände und deren Voraussetzungen genau zu prüfen, um festzustellen, ob und wie sie in einem konkreten Fall miteinander in Beziehung stehen.

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