Arthur Schopenhauer hatte eine kritische und differenzierte Sicht auf Bildung. Für ihn bedeutete wahre Bildung nicht bloß das Anhäufen von Wissen oder das Auswendiglernen von Fakten, s... [mehr]
Der philosophische Begriff "Wille" bei Arthur Schopenhauer bezeichnet das grundlegende, irrationale und blinde Prinzip allen Seins und Werdens. Für Schopenhauer ist der Wille die eigentliche Realität hinter allen Erscheinungen der Welt. Er versteht den Willen nicht nur als bewussten, zielgerichteten Willensakt des Menschen, sondern als metaphysische Kraft, die sich in allem Lebendigen und sogar in der unbelebten Natur manifestiert. In seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ beschreibt Schopenhauer die Welt als zweifache Erscheinung: Einerseits als „Vorstellung“ (das, was wir wahrnehmen und erkennen), andererseits als „Wille“ (das, was allem zugrunde liegt). Der Wille ist für ihn ein ständiges Streben, ein nie zur Ruhe kommendes Drängen, das sich in allen Naturerscheinungen, im menschlichen Handeln, in Trieben, Instinkten und Leidenschaften äußert. Der Wille ist bei Schopenhauer also das metaphysische Prinzip, das allem zugrunde liegt, aber selbst nicht durch Vernunft oder Bewusstsein gesteuert wird. Er ist unendlich, unstillbar und die Ursache des Leidens in der Welt, weil er nie endgültig befriedigt werden kann.
Arthur Schopenhauer hatte eine kritische und differenzierte Sicht auf Bildung. Für ihn bedeutete wahre Bildung nicht bloß das Anhäufen von Wissen oder das Auswendiglernen von Fakten, s... [mehr]
Schopenhauers Texte gelten als schwierig zu lesen, weil sie mehrere anspruchsvolle Eigenschaften vereinen: 1. **Komplexe Gedankenführung:** Schopenhauer entwickelt seine Argumente oft in langen,... [mehr]
Der Satz „Das Wollen ist uns gegeben aufgrund unserer freien Willensentscheidung, nicht aber das Können dessen, was wir wollen“ bedeutet, dass wir als Menschen grundsätzlich die... [mehr]
Mit „erster Philosophie“ meint René Descartes die grundlegende Disziplin der Philosophie, die sich mit den ersten Prinzipien des Wissens und der Existenz beschäftigt. In seinem... [mehr]
Schopenhauers Ontologie wird in der Regel **nicht** als Prozessontologie bezeichnet. **Begründung:** Schopenhauer baut seine Metaphysik auf der Unterscheidung zwischen „Wille“ und... [mehr]
Arthur Schopenhauer stand Revolten und Revolutionen, insbesondere solchen des Proletariats, sehr skeptisch bis ablehnend gegenüber. In seinen Schriften äußerte er sich generell pessimi... [mehr]
Arthur Schopenhauer stand der marxistischen Lehre ablehnend gegenüber, wobei es wichtig ist zu beachten, dass Schopenhauer (1788–1860) bereits vor der Veröffentlichung der Hauptwerke v... [mehr]
Bernhard von Clairvaux bringt mit diesem Zitat einen wichtigen Gedanken zur menschlichen Freiheit und Begrenztheit zum Ausdruck. Gemeint ist: Der Mensch besitzt die Freiheit, zu wollen – also W&... [mehr]
Der Begriff „actual occasion“ stammt aus der Prozessphilosophie, insbesondere von Alfred North Whitehead. In seiner Philosophie bezeichnet eine „actual occasion“ (deutsch etwa:... [mehr]
Die Frage, ob der Wille oder der Tod stärker ist, ist philosophisch und wird seit Jahrhunderten diskutiert. Der Tod gilt als unausweichlicher Teil des Lebens, dem letztlich niemand entkommen kann... [mehr]