Mit „erster Philosophie“ meint René Descartes die grundlegende Disziplin der Philosophie, die sich mit den ersten Prinzipien des Wissens und der Existenz beschäftigt. In seinem... [mehr]
Im sogenannten „metaphysischen Zeitalter“ – ein Begriff, der oft auf die europäische Philosophie von der Antike bis zur frühen Neuzeit angewendet wird – standen die großen metaphysischen Gedankengebäude im Zentrum des philosophischen Denkens. Metaphysik beschäftigt sich mit den grundlegenden Strukturen der Wirklichkeit, also mit Fragen nach Sein, Substanz, Ursache, Identität, Raum, Zeit und dem Absoluten. Die wichtigsten Inhalte dieser Gedankengebäude waren: 1. **Das Sein und das Seiende:** Philosophen wie Platon und Aristoteles untersuchten, was es bedeutet, dass etwas ist. Platon unterschied zwischen der sinnlich wahrnehmbaren Welt und der Welt der Ideen (Ideenlehre), während Aristoteles die Substanzlehre entwickelte. 2. **Die Ursachen und Prinzipien:** Aristoteles formulierte die Lehre von den vier Ursachen (Material-, Formal-, Wirkursache und Zweckursache), um die Entstehung und das Wesen der Dinge zu erklären. 3. **Das Absolute und Gott:** Im Mittelalter wurde die Metaphysik stark theologisch geprägt. Philosophen wie Thomas von Aquin versuchten, die Existenz und Eigenschaften Gottes rational zu begründen (z.B. Gottesbeweise). 4. **Substanz und Akzidenz:** Die Unterscheidung zwischen dem, was einem Ding wesentlich ist (Substanz), und dem, was ihm nur zufällig zukommt (Akzidenz), war zentral. 5. **Dualismus und Monismus:** Es wurde diskutiert, ob die Wirklichkeit aus zwei Grundprinzipien (z.B. Geist und Materie bei Descartes) oder nur einem (z.B. Spinozas Substanzmonismus) besteht. 6. **Raum und Zeit:** Die Natur und der Status von Raum und Zeit wurden etwa von Newton (absolutistisch) und Leibniz (relational) unterschiedlich interpretiert. 7. **Kausalität und Notwendigkeit:** Die Frage, ob und wie alles in der Welt durch Ursachen bestimmt ist, war ein zentrales Thema. Zusammengefasst: Die metaphysischen Gedankengebäude des metaphysischen Zeitalters versuchten, die letzten Gründe und Prinzipien der Wirklichkeit zu erfassen und zu systematisieren. Sie bildeten das Fundament für viele spätere philosophische Entwicklungen.
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Der philosophische Begriff "Wille" bei Arthur Schopenhauer bezeichnet das grundlegende, irrationale und blinde Prinzip allen Seins und Werdens. Für Schopenhauer ist der Wille die eigent... [mehr]
Der Begriff „actual occasion“ stammt aus der Prozessphilosophie, insbesondere von Alfred North Whitehead. In seiner Philosophie bezeichnet eine „actual occasion“ (deutsch etwa:... [mehr]
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