Übernimmt die GKV die Kosten für Krebsimpfungen?

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Ja, bestimmte Impfungen, die das Risiko für bestimmte Krebsarten senken können, werden von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland übernommen. Dazu zählen insbesondere: **1. HPV-Impfung (Humane Papillomviren):** Die GKV übernimmt die Kosten für die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren (Nachholimpfung bis zum 18. Geburtstag). Diese Impfung schützt vor bestimmten HPV-Typen, die Gebärmutterhalskrebs, aber auch andere Krebsarten wie Analkrebs oder bestimmte Kopf-Hals-Tumoren verursachen können. **2. Hepatitis-B-Impfung:** Die GKV übernimmt die Kosten für die Hepatitis-B-Impfung im Rahmen der Standardimpfungen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Hepatitis B kann Leberkrebs verursachen, daher gilt diese Impfung auch als Krebsprävention. **Andere Krebsimpfungen:** Spezifische therapeutische Krebsimpfstoffe, die zur Behandlung bereits bestehender Krebserkrankungen eingesetzt werden (z. B. personalisierte Tumorimpfstoffe), sind in Deutschland bislang nicht als Standardtherapie zugelassen und werden in der Regel nicht von der GKV übernommen. **Fazit:** Die GKV übernimmt die Kosten für Impfungen, die nachweislich das Risiko bestimmter Krebsarten senken (z. B. HPV und Hepatitis B). Therapeutische Impfungen gegen bereits bestehende Krebserkrankungen werden derzeit in der Regel nicht erstattet. Weitere Informationen findest du z. B. bei der [Ständigen Impfkommission (STIKO)](https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/stiko_node.html) oder deiner Krankenkasse.

Kategorie: Gesundheit Tags: Impfung Krebs GKV

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