Wann liegt eine Hemmung der Verjährung vor?

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Eine Hemmung der Verjährung liegt vor, wenn der Ablauf der Verjährungsfrist für einen bestimmten Zeitraum gestoppt bzw. gehemmt wird. Das bedeutet, dass die Zeit, in der die Hemmung besteht, nicht in die Verjährungsfrist eingerechnet wird (§ 209 BGB). Typische Fälle, in denen eine Hemmung der Verjährung eintritt, sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt, insbesondere in den §§ 203 bis 208 BGB. Beispiele- **Verhandlungen zwischen Gläubiger und Schuldner** (§ 203 BGB): Solange über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände verhandelt wird, ist die Verjährung gehemmt. - **Höhere Gewalt** (§ 206 BGB): Wenn der Gläubiger durch höhere Gewalt an der Rechtsverfolgung gehindert ist. - **Rechtsverfolgung** (§ 204 BGB): Durch die Erhebung einer Klage, Zustellung eines Mahnbescheids, Anmeldung im Insolvenzverfahren usw. Nach Ende der Hemmung läuft die Verjährungsfrist weiter, wobei die Zeit der Hemmung nicht mitgerechnet wird. Weitere Informationen findest du z. B. hier: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__203.html

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