Deine Beobachtung trifft einen wichtigen Unterschied: Eckhart Tolles Konzept des Gegenwartsbewusstseins („Präsenz“ oder „Jetzt“) geht tatsächlich über das hinaus... [mehr]
Die Frage, wie man einen freien Willen „erschafft“, ist ein zentrales Thema der Philosophie, Psychologie und Neurowissenschaften. Es gibt darauf keine eindeutige oder allgemein akzeptierte Antwort, da der Begriff „freier Wille“ unterschiedlich definiert und interpretiert wird. Im philosophischen Sinne bezeichnet freier Wille die Fähigkeit, Entscheidungen unabhängig von äußeren Zwängen oder inneren Determinanten zu treffen. Ob und wie ein solcher Wille „erschaffen“ werden kann, hängt von der jeweiligen Sichtweise ab: 1. **Kompatibilismus**: Diese Position besagt, dass freier Wille mit bestimmten Formen von Determinismus vereinbar ist. Hier wäre freier Wille das Ergebnis von Selbstreflexion, Bildung und der Fähigkeit, Gründe für das eigene Handeln zu entwickeln. 2. **Libertarismus**: Vertreter dieser Richtung glauben, dass echter freier Wille nur existiert, wenn Handlungen nicht vollständig durch vorhergehende Ursachen bestimmt sind. Wie man einen solchen Willen „erschafft“, bleibt jedoch offen, da dies möglicherweise metaphysische Voraussetzungen hat. 3. **Neurowissenschaftliche Perspektive**: Hier wird untersucht, wie Entscheidungsprozesse im Gehirn ablaufen. Manche Forscher argumentieren, dass das Gefühl von freiem Willen eine Illusion ist, andere sehen in der bewussten Kontrolle über Handlungen einen Ansatzpunkt. **Praktisch** kann man die Voraussetzungen für einen möglichst „freien“ Willen fördern, indem man: - Selbstreflexion und kritisches Denken trainiert, - Zugang zu vielfältigen Informationen und Perspektiven hat, - psychische und soziale Zwänge erkennt und reduziert, - Autonomie und Selbstbestimmung stärkt. Ob dies jedoch tatsächlich einen „freien Willen“ im philosophischen Sinne erschafft, bleibt umstritten. Weitere Informationen findest du z.B. bei [Stanford Encyclopedia of Philosophy – Free Will](https://plato.stanford.edu/entries/freewill/).
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Bei Sri Aurobindo ist die Kundalini nicht einfach das „niedere Bewusstsein“, sondern eine dynamische Kraft, die im Menschen ruht und durch spirituelle Praxis erweckt werden kann. In seiner... [mehr]
Sri Aurobindo beschreibt den Prozess des spirituellen Aufstiegs und der Kundalini in einer etwas anderen Weise als die klassische tantrische Tradition. In seinen Schriften betont er, dass das Ziel nic... [mehr]
Die Annahme, dass Pflanzen Bewusstsein haben, hat verschiedene Ursprünge und Gründe: 1. **Missverständnis biologischer Prozesse:** Pflanzen zeigen komplexe Reaktionen auf ihre Umwelt,... [mehr]
Der Bewusstseinsbegriff unterscheidet sich in der europäischen Philosophie und der indischen Yoga-Philosophie („cit“) grundlegend in Ursprung, Bedeutung und Funktion: **1. Europä... [mehr]
Die Frage, wo sich die Seele während des Schlafs befindet, ist eine philosophische und spirituelle, auf die es keine wissenschaftlich belegte Antwort gibt. In den Naturwissenschaften wird die See... [mehr]
Ein frei schwebendes Bewusstsein bezeichnet in der Philosophie und Psychologie die Vorstellung eines Bewusstseins, das unabhängig von einem physischen Körper oder von materiellen Bedingungen... [mehr]
Deine Überlegung bezieht sich auf das klassische philosophische Problem des freien Willens im Zusammenhang mit einem allwissenden Gott. Die Argumentation läuft oft so: 1. **Allwissenheit Go... [mehr]
"Qualia" (Singular: "Quale") sind ein Begriff aus der Philosophie des Geistes und bezeichnen die subjektiven, individuellen Erlebnisqualitäten von Bewusstseinsinhalten. Es geh... [mehr]
Die Frage nach einem "kosmischen Bewusstsein" ist sowohl philosophisch als auch wissenschaftlich umstritten und bislang unbeantwortet. In der Wissenschaft gibt es keine empirischen Belege f&... [mehr]