Verbindung zwischen HGB-Jahresabschluss und steuerrechtlicher Unterlage?

Antwort

Der Jahresabschluss nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) und die steuerrechtlichen Unterlagen stehen in einem engen Zusammenhang, da der Jahresabschluss die Grundlage für die steuerliche Gewinnermittlung bildet. 1. **Jahresabschluss nach HGB**: Dieser umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie gegebenenfalls den Anhang und den Lagebericht. Er dient der Information der Gesellschafter, Gläubiger und der Öffentlichkeit über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. 2. **Steuerrechtliche Unterlagen**: Diese beinhalten die Steuererklärungen, insbesondere die Körperschaftsteuererklärung oder die Einkommensteuererklärung, die auf den im Jahresabschluss ausgewiesenen Ergebnissen basieren. 3. **Verknüpfung**: Der handelsrechtliche Jahresabschluss wird oft als Ausgangspunkt für die steuerliche Gewinnermittlung verwendet. Dabei sind jedoch Anpassungen erforderlich, da das Steuerrecht von den handelsrechtlichen Vorschriften abweichen kann. Beispielsweise können bestimmte Aufwendungen im HGB bilanziert, aber steuerlich nicht anerkannt werden, oder umgekehrt. 4. **Steuerliche Anpassungen**: Diese Anpassungen können sich auf Rückstellungen, Abschreibungen oder die Behandlung von Erträgen und Aufwendungen beziehen. Insgesamt ist der Jahresabschluss nach HGB also nicht nur ein Dokument für die Unternehmensberichterstattung, sondern auch eine wichtige Grundlage für die steuerliche Gewinnermittlung und die Erstellung der entsprechenden Steuererklärungen.

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