Wenn du etwa 2 Stunden im Minus bist, aber insgesamt Überstunden von 9 Stunden hast, ist das in der Regel kein Problem. Die 2 Stunden Minus werden durch deine 9 Überstunden mehr als ausgegli... [mehr]
Ein typisches Fallbeispiel im Arbeitsrecht bezüglich Überstunden könnte wie folgt aussehen: Ein Arbeitnehmer, Herr Müller, arbeitet in einem mittelständischen Unternehmen. Laut seinem Arbeitsvertrag beträgt seine wöchentliche Arbeitszeit 40 Stunden. In den letzten Monaten hat Herr Müller jedoch regelmäßig 10 Stunden pro Woche mehr gearbeitet, um dringende Projekte abzuschließen. Diese Überstunden wurden weder durch Freizeit ausgeglichen noch zusätzlich vergütet. Herr Müller fragt sich nun, ob er einen Anspruch auf Vergütung oder Freizeitausgleich für die geleisteten Überstunden hat. **Rechtliche Bewertung:** 1. **Vertragliche Regelungen:** Zunächst ist der Arbeitsvertrag zu prüfen. Enthält dieser Regelungen zu Überstunden, deren Vergütung oder Ausgleich? Oftmals gibt es Klauseln, die Überstunden mit dem Gehalt abgelten oder einen Freizeitausgleich vorsehen. 2. **Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträge:** Gibt es im Unternehmen Betriebsvereinbarungen oder ist ein Tarifvertrag anwendbar, der Regelungen zu Überstunden enthält? 3. **Gesetzliche Regelungen:** Nach § 612 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) gilt, dass eine Vergütung als stillschweigend vereinbart gilt, wenn die Leistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist. Das bedeutet, dass Überstunden grundsätzlich zu vergüten sind, wenn keine anderslautende Vereinbarung besteht. 4. **Nachweis der Überstunden:** Herr Müller muss die geleisteten Überstunden nachweisen können. Dies kann durch Arbeitszeitaufzeichnungen, E-Mails oder Zeugenaussagen geschehen. **Mögliche Ansprüche:** - **Vergütung der Überstunden:** Wenn keine anderslautende Vereinbarung besteht, hat Herr Müller einen Anspruch auf Vergütung der geleisteten Überstunden. - **Freizeitausgleich:** Alternativ kann ein Freizeitausgleich vereinbart werden, wenn dies im Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag vorgesehen ist. **Empfehlung:** Herr Müller sollte zunächst das Gespräch mit seinem Arbeitgeber suchen und auf die geleisteten Überstunden hinweisen. Er kann dabei seine Ansprüche auf Vergütung oder Freizeitausgleich geltend machen. Sollte keine Einigung erzielt werden, kann er rechtlichen Rat einholen oder sich an den Betriebsrat wenden, falls ein solcher existiert. Weitere Informationen zum Thema Überstunden im Arbeitsrecht können auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefunden werden: [BMAS](https://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsrecht/arbeitsrecht.html).
Wenn du etwa 2 Stunden im Minus bist, aber insgesamt Überstunden von 9 Stunden hast, ist das in der Regel kein Problem. Die 2 Stunden Minus werden durch deine 9 Überstunden mehr als ausgegli... [mehr]
Die Prozentangaben 35 % und 135 % beziehen sich auf Feiertagszuschläge, die im Arbeitsrecht oder in Tarifverträgen geregelt sein können. Die Bedeutung ist wie folgt: - **35 % Feiertags... [mehr]
Ob du während einer Krankschreibung in die Kneipe gehen darfst, hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich gilt: Während einer Krankschreibung bist du verpflichtet, alles zu unterlasse... [mehr]
Als Vorgesetzter darfst du deinen Mitarbeitern grundsätzlich nicht pauschal verbieten, übereinander zu sprechen. Ein generelles Verbot, sich über Kollegen auszutauschen, würde das... [mehr]
Nein, du musst dir von deinem Vorgesetzten nicht alles gefallen lassen. Auch am Arbeitsplatz gibt es klare Grenzen, die durch Gesetze, Tarifverträge und betriebliche Regelungen geschützt sin... [mehr]
Wenn dein Chef wiederholt versucht, von dir ein Meinungsbild über einen Kollegen zu erhalten, ist das arbeitsrechtlich zunächst nicht grundsätzlich verboten, aber es gibt wichtige Grenz... [mehr]
Nein, grundsätzlich ist es nicht verboten, in der Abwesenheit deines Vorgesetzten kritisch über ihn oder sie zu sprechen. In Deutschland gilt die Meinungsfreiheit nach Artikel 5 des Grundges... [mehr]
Grundsätzlich ist es nicht verboten, über den eigenen Vorgesetzten in dessen Abwesenheit zu sprechen. Allerdings solltest du dabei einige wichtige Punkte beachten: 1. **Respekt und Sachlich... [mehr]
Der Mindestlohn gilt grundsätzlich auch für Honorarverträge, sofern es sich dabei um ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis handelt – also um eine Tätigkeit,... [mehr]
Ob ein Abteilungsleiter Bereitschaftszeiten für seine Abteilung einführen darf, hängt von mehreren Faktoren ab: 1. **Arbeitsvertrag und Betriebsvereinbarungen:** Bereitschaftszeiten m&... [mehr]