Eine „angebliche Kaufbestätigung“ ist meist kein Beweis für einen echten Kauf, sondern oft eine Phishing‑Mail oder Betrugsmasche – entscheidend ist, ob tatsächlich ein...
Wann verjähren Betrug und arglistige Täuschung?
Antwort vomDie Verjährung Betrug und arglistiger Täuschung hängt davon ab, ob es sich um eine strafrechtliche oder zivilrechtliche Angelegenheit handelt: **1. Strafrechtlicher Betrug (§ 263 StGB):** Die Verjährungsfrist beträgt in Deutschland grundsätzlich **5 Jahre** (§ 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB). Die Frist beginnt mit Beendigung der Tat (§ 78a StGB). **2. Zivilrechtliche Ansprüche wegen arglistiger Täuschung (§ 123 BGB):** Hier gilt eine besondere Verjährungsregel: Der Anspruch auf Anfechtung wegen arglistiger Täuschung muss **innerhalb eines Jahres** ab Entdeckung der Täuschung geltend gemacht werden (§ 124 BGB). Schadensersatzansprüche wegen arglistiger Täuschung verjähren in der Regel **drei Jahre** ab Kenntnis von Schaden und Schädiger (§ 195, § 199 BGB), spätestens aber nach zehn Jahren ab Entstehung des Anspruchs. **Wichtig:** Die genauen Fristen können im Einzelfall abweichen, z.B. bei Unterbrechung oder Hemmung der Verjährung. Im Zweifel empfiehlt sich eine anwaltliche Beratung. Weitere Informationen findest du z.B. beim [Bundesministerium der Justiz](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__123.html) und im [Strafgesetzbuch](https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__263.html).
Verwandte Fragen
Ist es arglistige Täuschung, wenn ein Verkäufer in den Versandbedingungen eine Rücknahmegarantie angibt, sie später aber nicht gewährt?
Ja – das kann arglistige Täuschung sein, aber nicht schon deshalb, weil der Verkäufer die Rücknahme später verweigert. Entscheidend ist, ob die Rücknahmegarantie schon b...