Was ist verdeckte Gewinnausschüttung?

Antwort

Eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) liegt vor, wenn eine Kapitalgesellschaft (z.B. eine GmbH oder AG) einem Gesellschafter oder einer diesem nahestehenden Person einen Vorteil gewährt, der nicht im Rahmen eines ordnungsgemä Geschäftsverkehrs erfolgt und der zu einer Minderung des steuerlichen Gewinns der Gesellschaft führt. Typische Beispiele für verdeckte Gewinnausschüttungen sind: 1. **Überhöhte Gehälter**: Wenn ein Gesellschafter-Geschäftsführer ein Gehalt erhält, das über dem liegt, was ein fremder Dritter für die gleiche Tätigkeit erhalten würde. 2. **Unangemessene Mietzahlungen**: Wenn die Gesellschaft überhöhte Mieten an einen Gesellschafter zahlt. 3. **Unentgeltliche oder verbilligte Überlassung von Wirtschaftsgütern**: Wenn die Gesellschaft einem Gesellschafter z.B. ein Fahrzeug zur privaten Nutzung überlässt, ohne dafür eine angemessene Vergütung zu verlangen. Die steuerlichen Folgen einer verdeckten Gewinnausschüttung sind: - **Bei der Gesellschaft**: Der Betrag der vGA wird dem steuerlichen Gewinn wieder hinzugerechnet, was zu einer höheren Steuerlast führt. - **Beim Gesellschafter**: Der Vorteil aus der vGA wird als Einkünfte aus Kapitalvermögen behandelt und ist entsprechend zu versteuern. Weitere Informationen zur verdeckten Gewinnausschüttung findest du auf den Seiten des Bundesministeriums der Finanzen oder bei spezialisierten Steuerberatern.

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