Ob auf einer Rechnung deutsche Umsatzsteuer ausgewiesen werden muss, wenn die Leistung in Deutschland erbracht wird, der Kunde aber in Österreich sitzt, hängt von mehreren Faktoren ab, insbe... [mehr]
Prop Trading (Proprietary Trading) bezeichnet den Eigenhandel von Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung, also nicht im Auftrag von Kunden. In Deutschland ist die steuerliche Behandlung von Prop Trading abhängig von der konkreten Ausgestaltung und der Rechtsform des Traders. **1. Natürliche Personen (Privatpersonen):** - Gewinne aus Prop Trading gelten in der Regel als Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG), wenn es sich um private Vermögensverwaltung handelt. - Die Gewinne unterliegen der Abgeltungsteuer (25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer). - Verluste können nur mit Gewinnen aus Kapitalvermögen verrechnet werden, es gelten spezielle Verlustverrechnungsbeschränkungen, insbesondere bei Termingeschäften (§ 20 Abs. 6 EStG). **2. Gewerbliche Tätigkeit:** - Wird das Prop Trading in einem Umfang betrieben, der über die private Vermögensverwaltung hinausgeht (z.B. mit Gewinnerzielungsabsicht, Organisation wie ein Unternehmen, Fremdkapitalnutzung), kann das Finanzamt eine gewerbliche Tätigkeit annehmen. - Gewinne unterliegen dann der Einkommensteuer (bei Einzelunternehmern) oder Körperschaftsteuer (bei Kapitalgesellschaften wie GmbH). - Zusätzlich fällt Gewerbesteuer an. - Betriebsausgaben können abgezogen werden, Verluste sind mit anderen gewerblichen Einkünften verrechenbar. **3. Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH):** - Gewinne aus Prop Trading unterliegen der Körperschaftsteuer (15 %), Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. - Verluste können mit anderen Einkünften der Gesellschaft verrechnet werden. **4. Umsatzsteuer:** - Der Handel mit Wertpapieren ist in der Regel umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 8 UStG). **Wichtige Hinweise:** - Die Abgrenzung zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerblichem Handel ist oft schwierig und hängt von den Umständen des Einzelfalls ab (z.B. Handelsvolumen, Organisation, Fremdkapital). - Es empfiehlt sich, einen Steuerberater zu konsultieren, um die individuelle Situation korrekt einzuordnen und steuerliche Risiken zu vermeiden. **Weitere Informationen:** - [Bundesministerium der Finanzen](https://www.bundesfinanzministerium.de) - [Deutscher Steuerberaterverband](https://www.dstv.de) Diese Angaben sind allgemeiner Natur und ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.
Ob auf einer Rechnung deutsche Umsatzsteuer ausgewiesen werden muss, wenn die Leistung in Deutschland erbracht wird, der Kunde aber in Österreich sitzt, hängt von mehreren Faktoren ab, insbe... [mehr]
Grundsätzlich gilt: Die Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) richtet sich nach dem Ort der Leistungserbringung und den umsatzsteuerlichen Regelungen der beteiligten Länder. **Folgende Grundsä... [mehr]
Als Angestellter kannst du sowohl ein häusliches Arbeitszimmer als auch ein außerhäusliches Arbeitszimmer steuerlich geltend machen, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt... [mehr]
Ja, grundsätzlich wird auf Kapitalerträge in Deutschland der Solidaritätszuschlag (Soli) erhoben. Der Soli beträgt 5,5 % der Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer), die in der Regel... [mehr]
Ja, ein Kaltmietenausfall aufgrund von durch den ehemaligen Mieter verursachtem Leerstand kann unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und... [mehr]
Ob Nahrungsergänzungsmittel, die Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden, für den Arbeitgeber steuerlich absetzbar sind, hängt vom konkreten Zusammenhang und Zweck ab. **Grun... [mehr]
Ob du nach deinem Umzug nach Österreich ab 1. Januar 2026 in Deutschland eine Steuererklärung abgeben musst, hängt von mehreren Faktoren ab: **1. Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenth... [mehr]
Die Altersvorsorgezulage (auch Riester-Zulage genannt) wird während der Ansparphase einer Riester-Rente vom Staat als Förderung gezahlt. Während dieser Zeit sind die Einzahlungen (eigen... [mehr]
Die Pendlerpauschale (Entfernungspauschale) beträgt im Jahr 2024 in Deutschland: - Für die ersten 20 Kilometer: **0,30 Euro pro Kilometer** (einfache Entfernung) - Ab dem 21. Kilometer: **0... [mehr]
Den Solidaritätszuschlag (kurz: Soli) zahlen grundsätzlich alle natürlichen und juristischen Personen, die in Deutschland einkommensteuerpflichtig sind. Das betrifft insbesondere: - Ar... [mehr]