Die Zitterpappel (Populus tremula), auch Espe genannt, spielt in der Pharmazie eine eher untergeordnete, aber dennoch interessante Rolle. Ihre Rinde, Blätter und Knospen enthalten verschiedene ph... [mehr]
**Süßholztrockenextrakt** (meist aus der Wurzel von *Glycyrrhiza glabra*) ist ein pflanzlicher Wirkstoff, der in verschiedenen Bereichen eingesetzt wird. Hier die gewünschten Informationen im Überblick: **Aussehen:** Süßholztrockenextrakt ist in der Regel ein braunes bis dunkelbraunes, feines Pulver. Es kann auch als zähflüssiger, brauner Extrakt vorliegen. **Löslichkeit:** Der Extrakt ist gut wasserlöslich, da die Hauptinhaltsstoffe (z. B. Glycyrrhizin) wasserlöslich sind. In Alkohol ist die Löslichkeit geringer. **Wirkung:** - **Entzündungshemmend** - **Antiviral und antibakteriell** - **Hustenreizlindernd (expektorierend)** - **Magen- und schleimhautschützend** - **Süßend** (Glycyrrhizin ist etwa 50-mal süßer als Zucker) **Verwendung:** - In Arzneimitteln gegen Husten und Erkältung - In Magenmitteln - In der Lebensmittelindustrie (z. B. Lakritz) - In Kosmetika (z. B. zur Hautberuhigung) - In der traditionellen Medizin **pH-Wert:** Süßholztrockenextrakt in wässriger Lösung hat meist einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert, typischerweise zwischen 4,5 und 6,5 (je nach Extrakt und Konzentration). **Konzentration in der Rezeptur:** - In Arzneimitteln: Häufig 100–200 mg pro Tagesdosis (als Trockenextrakt, bezogen auf den Glycyrrhizingehalt) - In Tees: 1–4 g Droge pro Tasse - In Kosmetika: 0,1–1 % Die genaue Konzentration hängt von der Anwendung und der gewünschten Wirkung ab. In Deutschland ist die maximale Tagesdosis an Glycyrrhizin (dem Hauptwirkstoff) in Arzneimitteln auf 100 mg begrenzt. **Hinweis:** Ein übermäßiger Verzehr kann zu Nebenwirkungen wie Bluthochdruck führen, da Glycyrrhizin den Mineralhaushalt beeinflusst. Weitere Informationen findest du z. B. beim [Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)](https://www.bfarm.de/) oder in der [Europäischen Arzneibuchmonographie](https://www.edqm.eu/en/european-pharmacopoeia-ph-eur-9th-edition).
Die Zitterpappel (Populus tremula), auch Espe genannt, spielt in der Pharmazie eine eher untergeordnete, aber dennoch interessante Rolle. Ihre Rinde, Blätter und Knospen enthalten verschiedene ph... [mehr]
Bei der Rezepturherstellung ist es wichtig, einen klaren und strukturierten Ablauf zu befolgen, um die Plausibilität der Herstellungsanweisungen und des Herstellungsprotokolls sicherzustellen. Hi... [mehr]
Tinkturen, flüssige Extrakte, Dickextrakte und Trockenextrakte unterscheiden sich in mehreren Aspekten: 1. **Konsistenz**: - **Tinkturen**: Flüssig, meist in alkoholischer Lösung.... [mehr]
In der Pharmazie beziehen sich Rezeptur und Defektur auf unterschiedliche Herstellungsverfahren von Arzneimitteln. Hier sind die Vor- und Nachteile beider Verfahren: **Rezeptur:** *Vorteile:* 1. **I... [mehr]
Wirkstoffe, die bevorzugt biliär ausgeschieden werden, sind in der Regel lipophile Substanzen, die eine hohe Molekülgröße und eine geringe Wasserlöslichkeit aufweisen. Dazu g... [mehr]
Wirkstoffe mit Hydrochlorid sind Salze, die aus einer Base und Salzsäure (HCl) entstehen. Die Besonderheit dieser Verbindungen liegt in mehreren Aspekten: 1. **Löslichkeit**: Hydrochloride... [mehr]
Die Resorption von Wirkstoffen bei disperse Arzneiformen ist in der Regel höher als bei festen Arzneiformen aus mehreren Gründen: 1. **Oberflächenvergrößerung**: Disperse Ar... [mehr]