Ja, eine Geometrie ohne die klassischen euklidischen Einschränkungen ist möglich und wurde in der Mathematik auch entwickelt. Die euklidische Geometrie basiert auf den fünf berühmt... [mehr]
In der klassischen euklidischen Geometrie werden Geraden als die grundlegenden „Linien“ betrachtet, auf denen die Geometrie aufgebaut ist. In nichteuklidischen Geometrien (wie der hyperbolischen oder elliptischen Geometrie) werden die Eigenschaften von Geraden und Winkeln verändert, aber es bleibt meist dabei, dass „Geraden“ spezielle Kurven mit bestimmten Eigenschaften sind. Wenn du nun eine Geometrie betrachtest, in der nicht nur Geraden, sondern auch quadratische (z.B. Parabeln der Form \(y = ax^2 + bx + c\)) und kubische Parabeln (z.B. \(y = ax^3 + bx^2 + cx + d\)) als „zulässige“ Grundobjekte gelten, dann verlässt du die klassische Geometrie und betrittst das Gebiet der sogenannten **Kurvengeometrie** oder **algebraischen Geometrie**. **Neue Einsichten und Konsequenzen:** 1. **Verallgemeinerung des Geradenbegriffs:** In einer solchen Geometrie sind nicht mehr nur Geraden die „kürzesten Verbindungen“ oder „einfachsten Kurven“, sondern auch Parabeln und kubische Parabeln. Das bedeutet, dass viele klassische Sätze (wie der Satz von der eindeutigen Verbindung zweier Punkte durch eine Gerade) nicht mehr gelten oder verallgemeinert werden müssen. 2. **Vielfalt der Verbindungen:** Zwischen zwei Punkten gibt es im Allgemeinen unendlich viele Parabeln und kubische Parabeln, die durch beide Punkte verlaufen. Die Eindeutigkeit der Verbindung, wie sie für Geraden gilt, geht verloren. 3. **Algebraische Geometrie:** Die Untersuchung von Geometrien, in denen allgemeine algebraische Kurven (also Nullstellen von Polynomen beliebigen Grades) zugelassen sind, ist das Gebiet der **algebraischen Geometrie**. Hier werden geometrische Eigenschaften von Kurven und Flächen untersucht, die durch Gleichungen wie \(f(x, y) = 0\) beschrieben werden. 4. **Neue Invarianten und Klassifikationen:** In der algebraischen Geometrie spielen Begriffe wie **Genus** (eine Art „Löcherzahl“ einer Kurve), **Singularitäten** (Stellen, an denen die Kurve „spitz“ oder „seltsam“ ist) und **Rationalität** eine große Rolle. Diese Konzepte sind in der klassischen Geometrie nicht vorhanden. 5. **Projektive Geometrie:** Wenn du alle Parabeln und kubischen Parabeln zulässt, bewegst du dich auch in Richtung der **projektiven Geometrie**, in der alle algebraischen Kurven (auch Geraden als Spezialfall) betrachtet werden. Hier werden viele klassische Begriffe (wie Parallelität) neu definiert oder verlieren ihre Bedeutung. 6. **Neue Symmetrien und Transformationen:** Die Gruppe der zulässigen Transformationen (z.B. Affinitäten, projektive Transformationen) wird größer, wenn du mehr Kurventypen zulässt. Das verändert die Struktur der Geometrie grundlegend. **Zusammengefasst:** Wenn du eine Geometrie zulässt, in der auch quadratische und kubische Parabeln als „Grundobjekte“ gelten, erhältst du eine viel allgemeinere und reichhaltigere Struktur als in der klassischen Geometrie. Die Untersuchung solcher Geometrien ist das Gebiet der algebraischen und projektiven Geometrie, die viele neue Einsichten über die Struktur und Klassifikation von Kurven und Flächen liefert. Weitere Informationen findest du z.B. bei [Wikipedia: Algebraische Geometrie](https://de.wikipedia.org/wiki/Algebraische_Geometrie) und [Wikipedia: Projektive Geometrie](https://de.wikipedia.org/wiki/Projektive_Geometrie).
Ja, eine Geometrie ohne die klassischen euklidischen Einschränkungen ist möglich und wurde in der Mathematik auch entwickelt. Die euklidische Geometrie basiert auf den fünf berühmt... [mehr]
Ja, das ist möglich. Die ursprüngliche Geometrie, wie sie von den alten Griechen (insbesondere Euklid) entwickelt wurde, basiert auf bestimmten Axiomen und Annahmen – zum Beispiel dem... [mehr]
Die Frage zielt auf einen philosophisch-mathematischen Vergleich zwischen der sogenannten „cohaerentischen Geometrie“ und der klassischen euklidischen Geometrie ab, insbesondere im Hinblic... [mehr]
Nein, dass die cohaerentische Geometrie bislang nicht im mathematischen Mainstream aufgenommen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass sie falsch oder ohne grundleg Bedeutung ist. In der Mathematik gi... [mehr]
Nein, ein Kreis kann keinen negativen (Minus-)Radius haben. Der Radius eines Kreises ist per Definition der Abstand vom Mittelpunkt zu einem Punkt auf dem Rand des Kreises und dieser Abstand ist immer... [mehr]
Ein Thaleskreis ist ein Kreis, der über einer Strecke als Durchmesser konstruiert wird. Jeder Punkt auf dem Kreis, der nicht auf dem Durchmesser liegt, bildet mit den Endpunkten des Durchmessers... [mehr]
Deine Unterscheidung zwischen „cohaerentischer Geometrie“ und „euklidischer Geometrie“ scheint auf einer speziellen Definition oder Interpretation zu beruhen, die in der klassi... [mehr]
Die Unterschiede in der Kurvenerzeugung zwischen der Parabel \( y = x^2 \) und dem Kreis \( y = \sqrt{r^2 - x^2} \) liegen in den Prinzipien der klassischen euklidischen Geometrie, wie sie Euklid in s... [mehr]
Deine Aussage ist inhaltlich nicht ganz korrekt und die Begriffe sind teilweise unklar oder nicht standardisiert. Es gibt keine allgemein anerkannte „cohaerentische Geometrie“ in der Mathe... [mehr]
Du hast recht, dass Archimedes in seinen Arbeiten oft mit Zahlen beziehungsweise Zahlenverhältnissen gearbeitet hat, während klassische geometrische Konstruktionen (etwa mit Zirkel und Linea... [mehr]