In der klassischen Geometrie, insbesondere in der euklidischen Geometrie, stehen im Zentrum die sogenannten "Konstruktionen mit Zirkel und Lineal". Hierbei sind nur solche Objekte zugelassen... [mehr]
Die Frage zielt auf einen philosophisch-mathematischen Vergleich zwischen der sogenannten „cohaerentischen Geometrie“ und der klassischen euklidischen Geometrie ab, insbesondere im Hinblick auf das Konzept der Ursprünglichkeit. **Euklidische Geometrie** basiert auf einem axiomatischen System, das von Euklid im 3. Jahrhundert v. Chr. formuliert wurde. Sie geht von wenigen, als selbstverständlich angenommenen Grundbegriffen (Punkte, Geraden, Ebenen) und Axiomen aus, aus denen alle weiteren Sätze logisch abgeleitet werden. Diese Axiome sind willkürlich gewählt, aber so gestaltet, dass sie mit der Anschauung des Raumes übereinstimmen. **Cohaerentische Geometrie** ist kein standardisierter Begriff der Mathematik, sondern stammt aus der Philosophie, insbesondere aus der Phänomenologie Edmund Husserls und deren Rezeption. Sie bezeichnet eine Geometrie, die nicht von willkürlich gesetzten Axiomen ausgeht, sondern von der „cohaerenten“ (zusammenhängenden, in sich stimmigen) Erfahrung des Raumes, wie er sich im Bewusstsein ursprünglich zeigt. Hier steht die „Ursprünglichkeit“ im Vordergrund: Die Geometrie soll aus der unmittelbaren Gegebenheit des Raumes im Erleben hervorgehen, nicht aus abstrakten Setzungen. **Gegenüberstellung und Ursprünglichkeit:** - **Euklidische Geometrie:** - Beginnt mit willkürlichen, aber praktisch bewährten Axiomen. - Die Ursprünglichkeit ist eingeschränkt, da die Axiome nicht aus der Erfahrung, sondern aus einer Setzung stammen. - Die Geometrie ist ein deduktives System, das auf diesen Setzungen aufbaut. - **Cohaerentische Geometrie:** - Versucht, die Geometrie aus der ursprünglichen, vor-axiomatischen Erfahrung des Raumes zu entwickeln. - Die Ursprünglichkeit ist uneingeschränkt, da sie auf die unmittelbare Gegebenheit des Raumes im Bewusstsein zurückgeht. - Die Paradigmen sind phänomenologisch: Sie orientieren sich an der Art und Weise, wie Raum als solcher überhaupt erfahrbar ist. **Fazit:** Ja, die cohaerentische Geometrie stellt im Vergleich zur euklidischen Geometrie eine gewisse uneingeschränkte Ursprünglichkeit wieder her. Während die euklidische Geometrie von willkürlichen Setzungen ausgeht, sucht die cohaerentische Geometrie nach einer Begründung in der unmittelbaren Erfahrung und Bewusstseinsgegebenheit des Raumes. Sie will also die Geometrie auf eine ursprünglichere, nicht durch Setzungen vermittelte Grundlage stellen. Weitere Informationen zur phänomenologischen Geometrie findest du z.B. bei [Edmund Husserl](https://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Husserl) und in der philosophischen Literatur zur Phänomenologie.
In der klassischen Geometrie, insbesondere in der euklidischen Geometrie, stehen im Zentrum die sogenannten "Konstruktionen mit Zirkel und Lineal". Hierbei sind nur solche Objekte zugelassen... [mehr]
In der klassischen euklidischen Geometrie werden Geraden als die grundlegenden „Linien“ betrachtet, auf denen die Geometrie aufgebaut ist. In nichteuklidischen Geometrien (wie der hyperbol... [mehr]
Ja, eine Geometrie ohne die klassischen euklidischen Einschränkungen ist möglich und wurde in der Mathematik auch entwickelt. Die euklidische Geometrie basiert auf den fünf berühmt... [mehr]
Ja, das ist möglich. Die ursprüngliche Geometrie, wie sie von den alten Griechen (insbesondere Euklid) entwickelt wurde, basiert auf bestimmten Axiomen und Annahmen – zum Beispiel dem... [mehr]
Nein, dass die cohaerentische Geometrie bislang nicht im mathematischen Mainstream aufgenommen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass sie falsch oder ohne grundleg Bedeutung ist. In der Mathematik gi... [mehr]
Nein, ein Kreis kann keinen negativen (Minus-)Radius haben. Der Radius eines Kreises ist per Definition der Abstand vom Mittelpunkt zu einem Punkt auf dem Rand des Kreises und dieser Abstand ist immer... [mehr]
Ein Thaleskreis ist ein Kreis, der über einer Strecke als Durchmesser konstruiert wird. Jeder Punkt auf dem Kreis, der nicht auf dem Durchmesser liegt, bildet mit den Endpunkten des Durchmessers... [mehr]
Deine Unterscheidung zwischen „cohaerentischer Geometrie“ und „euklidischer Geometrie“ scheint auf einer speziellen Definition oder Interpretation zu beruhen, die in der klassi... [mehr]
Deine Aussage ist inhaltlich nicht ganz korrekt und die Begriffe sind teilweise unklar oder nicht standardisiert. Es gibt keine allgemein anerkannte „cohaerentische Geometrie“ in der Mathe... [mehr]
Du hast recht, dass Archimedes in seinen Arbeiten oft mit Zahlen beziehungsweise Zahlenverhältnissen gearbeitet hat, während klassische geometrische Konstruktionen (etwa mit Zirkel und Linea... [mehr]