Kann 1 Gramm Ibogaine HCL bei Suchtbefreiung helfen und welche möglichen Folgen treten nach erfolgreicher Behandlung auf?

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Ibogain ist eine psychoaktive Substanz, die aus der Wurzelrinde der westafrikanischen Pflanze Tabernanthe iboga gewonnen wird. Sie wird in einigen Ländern experimentell zur Behandlung von Suchterkrankungen, insbesondere Opiatabhängigkeit, eingesetzt. Es gibt Berichte, dass Ibogain Entzugserscheinungen lindern und das Verlangen nach Drogen reduzieren kann. Allerdings ist die wissenschaftliche Datenlage begrenzt, und Ibogain ist in vielen Ländern (darunter Deutschland) nicht zugelassen und steht unter strenger Kontrolle. **Zu deinen Fragen:** **1. Kann 1 g Ibogain HCL dich von deiner Sucht befreien?** - Es gibt Hinweise, dass Ibogain bei manchen Menschen einen „Reset“ im Gehirn bewirken und das Suchtverhalten unterbrechen kann. Die Dosierung ist jedoch sehr individuell und hängt von Körpergewicht, Gesundheitszustand und Art der Sucht ab. 1 g Ibogain HCL ist eine sehr hohe Dosis und kann lebensgefährlich sein. Die therapeutische Dosis liegt meist deutlich darunter (ca. 10–20 mg/kg Körpergewicht). Eine Behandlung sollte niemals ohne ärztliche Überwachung erfolgen. **2. Welche Folgen können auftreten, selbst wenn du clean wirst?** - **Akute Risiken:** Ibogain kann schwerwiegende Nebenwirkungen haben, darunter Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Halluzinationen, Übelkeit, Erbrechen und im schlimmsten Fall den Tod. Es gibt dokumentierte Todesfälle nach Ibogain-Einnahme, meist durch Herzprobleme. - **Psychische Folgen:** Die Erfahrung mit Ibogain ist oft sehr intensiv und kann psychisch belastend sein. Es kann zu Angstzuständen, Flashbacks oder psychotischen Episoden kommen. - **Langfristige Folgen:** Auch wenn Ibogain kurzfristig das Suchtverlangen reduziert, ist eine nachhaltige Abstinenz ohne begleitende Therapie und Nachsorge selten. Die Rückfallgefahr bleibt bestehen, wenn keine weiteren Maßnahmen zur Suchtbewältigung ergriffen werden. - **Gesundheitliche Folgen:** Herz, Leber und Nervensystem können durch Ibogain geschädigt werden, insbesondere bei Vorerkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme anderer Substanzen. **Fazit:** Ibogain ist keine „Wunderdroge“ und birgt erhebliche Risiken. Eine Suchtbehandlung sollte immer unter ärztlicher Aufsicht und im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzepts erfolgen. Wer eine Sucht bekämpfen möchte, sollte sich an spezialisierte Suchthilfeeinrichtungen wenden und keine Selbstversuche mit Ibogain unternehmen. Weitere Informationen findest du z.B. bei [Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen](https://www.dhs.de/) oder [Drugcom](https://www.drugcom.de/). **Wichtiger Hinweis:** Diese Antwort ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Suchtproblemen bitte immer professionelle Hilfe in Anspruch nehmen!

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