Ist IT-Ressourcen-Management eine Verarbeitungstätigkeit nach DSGVO?

Antwort

Ob das IT-Ressourcen-Management eine Verarbeitungstätigkeit nach DSGVO ist, hängt davon ab, ob dabei personenbezogene Daten verarbeitet werden. **Definition Verarbeitungstätigkeit nach DSGVO:** Eine Verarbeitungstätigkeit im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) liegt immer dann vor, wenn personenbezogene Daten automatisiert oder nicht automatisiert verarbeitet werden (Art. 4 Nr. 2 DSGVO). Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen (Art. 4 Nr. 1 DSGVO). **IT-Ressourcen-Management:** Darunter versteht man die Verwaltung und Organisation von IT-Ressourcen wie Hardware, Software, Netzwerken und IT-Dienstleistungen. Wenn im Rahmen des IT-Ressourcen-Managements personenbezogene Daten verarbeitet werden (z. B. Nutzerkonten, Zugriffsprotokolle, Lizenzmanagement mit personenbezogenen Angaben), handelt es sich um eine Verarbeitungstätigkeit nach DSGVO. **Fazit:** - Werden im IT-Ressourcen-Management **keine** personenbezogenen Daten verarbeitet (z. B. rein technische Inventarisierung von Geräten ohne Personenbezug), liegt **keine** Verarbeitungstätigkeit nach DSGVO vor. - Werden **personenbezogene Daten** verarbeitet (z. B. Verwaltung von Nutzerzugängen, Protokollierung von Zugriffen), ist das IT-Ressourcen-Management **eine Verarbeitungstätigkeit nach DSGVO** und muss entsprechend dokumentiert werden. **Weiterführende Informationen:** - [DSGVO Art. 4 Begriffsbestimmungen](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32016R0679) - [Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (BayLDA)](https://www.lda.bayern.de/de/verarbeitungstaetigkeiten.html) **Zusammengefasst:** IT-Ressourcen-Management ist dann eine Verarbeitungstätigkeit nach DSGVO, wenn dabei personenbezogene Daten verarbeitet werden.

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