Hat Jesus behauptet, Gottes Sohn zu sein, und wie sehen Judentum und Islam diese Aussage?

Antwort

Du hast recht: Die Aussage, dass Jesus der „Sohn Gottes“ sei, ist ein zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens, wird aber im Judentum und im Islam abgelehnt. **Judentum:** Im Judentum wird Jesus nicht als Messias oder Sohn Gottes anerkannt. Die jüdische Theologie betont die Einzigkeit Gottes (Monotheismus) und lehnt jede Vorstellung einer göttlichen Inkarnation oder Trinität ab. Jesus wird, wenn überhaupt, als jüdischer Prediger oder Lehrer gesehen, aber nicht als göttliche Figur. **Islam:** Im Islam gilt Jesus (arabisch: Isa) als einer der wichtigsten Propheten, aber nicht als Sohn Gottes. Der Koran betont ausdrücklich, dass Gott keinen Sohn hat (z.B. Sure 112:3: „Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt“). Jesus wird als Mensch und Gesandter Gottes verehrt, aber nicht als göttlich. **Christentum:** Im Christentum ist die Aussage „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ (z.B. Matthäus 3,17) ein zentrales Glaubensbekenntnis. Christen glauben, dass Jesus der Sohn Gottes und Teil der Dreifaltigkeit ist. **Fazit:** Die Vorstellung von Jesus als Sohn Gottes ist also ein wesentlicher Unterschied zwischen Christentum auf der einen und Judentum sowie Islam auf der anderen Seite. Weitere Informationen zu den jeweiligen Religionen findest du z.B. auf [Judentum.de](https://www.judentum.de/), [islam.de](https://www.islam.de/) und [evangelisch.de](https://www.evangelisch.de/).

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