Befreit die Kreuzigung Jesu den Menschen von der Erbsünde?

Antwort

Nach christlicher Lehre, insbesondere im traditionellen Verständnis der meisten Kirchen, wird durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi die Möglichkeit zur Befreiung von der Erbsünde geschaffen. Die Erbsünde bezeichnet im Christentum den Zustand der Trennung von Gott, der durch den Sündenfall von Adam und Eva entstanden ist. Durch die Kreuzigung Jesu, so der Glaube, hat Jesus stellvertretend für die Menschheit die Sünde auf sich genommen und den Weg zur Versöhnung mit Gott eröffnet. Die Befreiung von der Erbsünde wird im Christentum jedoch in der Regel nicht automatisch allen Menschen zuteil, sondern ist an den Glauben an Jesus Christus und häufig auch an die Taufe gebunden (vgl. z. B. Röm 6,3-4; Mk 16,16). Zusammengefasst: Nach christlicher Überzeugung ist durch die Kreuzigung Jesu die Möglichkeit zur Befreiung von der Erbsünde geschaffen worden, die tatsächliche Befreiung erfolgt aber durch Annahme dieses Heilsangebots, meist im Rahmen der Taufe und des Glaubens. Die genaue Auslegung kann je nach Konfession variieren.

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