Was bedeutet Gerechtigkeit bei Aristoteles?

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Aristoteles unterscheidet in seiner Ethik zwischen zwei Hauptformen der Gerechtigkeit: der distributiven und der korrektiven Gerechtigkeit. 1. **Distributive Gerechtigkeit**: Diese Form der Gerechtigkeit bezieht sich auf die gerechte Verteilung von Gütern und Ressourcen innerhalb einer Gemeinschaft. Aristoteles argumentiert, dass diese Verteilung proportional zur Leistung oder zum Verdienst der Individuen erfolgen sollte. Das bedeutet, dass diejenigen, die mehr beitragen oder mehr verdienen, auch mehr erhalten sollten. 2. **Korrektive Gerechtigkeit**: Diese Form der Gerechtigkeit bezieht sich auf die Korrektur von Ungleichheiten, die durch unfaire Transaktionen oder Handlungen entstanden sind. Hier geht es darum, den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, indem beispielsweise Schadenersatz geleistet wird. Aristoteles betont, dass Gerechtigkeit eine Tugend ist, die das richtige Maß zwischen Übermaß und Mangel findet. Sie ist zentral für das gute Leben und das Funktionieren der Gesellschaft. Weitere Informationen zu Aristoteles' Konzept der Gerechtigkeit findest du in seiner "Nikomachischen Ethik".

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