Bilden Pastinak, Wiesenbärenklau, Wald-Engelwurz und Wilde Möhre im Herbst frische Jungpflanzen aus, die überwintern und für Speisezwecke erntbar sind?

Antwort

Pastinak (Pastinaca sativa), Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium), Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris) und Wilde Möhre (Daucus carota) sind alles zweijährige Doldenblütler. Sie keimen meist im Frühjahr oder Spätsommer/Herbst und bilden im ersten Jahr eine Blattrosette, bevor sie im zweiten Jahr blühen und Samen bilden. **Herbstkeimung und Überwinterung:** Alle vier Arten können unter günstigen Bedingungen auch im Herbst keimen. Die daraus entstehenden Jungpflanzen überwintern dann als Blattrosette. Das ist ein natürlicher Überlebensmechanismus, um im nächsten Frühjahr schnell wachsen zu können. **Ernte im Herbst/Winter:** - **Pastinak:** Die Wurzel ist im ersten Winter besonders zart und süß. Herbst- oder überwinterte Jungpflanzen können geerntet werden, allerdings sind sie dann noch recht klein. Die Hauptwurzel entwickelt sich erst im Laufe des ersten Jahres richtig. - **Wilde Möhre:** Ähnlich wie bei der Pastinake ist die Wurzel im ersten Winter essbar, aber noch nicht voll ausgebildet. Sie ist dann zart, aber klein. - **Wiesen-Bärenklau und Wald-Engelwurz:** Auch hier sind die Wurzeln und jungen Blätter im ersten Winter essbar, aber die Wurzeln sind noch nicht so groß wie bei älteren Pflanzen. Die Blätter können als Wildgemüse genutzt werden. **Fazit:** Ja, alle genannten Arten können im Herbst frische Jungpflanzen ausbilden, die dann überwintern. Diese Jungpflanzen sind grundsätzlich essbar, aber die Wurzeln sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht voll entwickelt und daher eher klein. Für eine größere, besser nutzbare Wurzel empfiehlt sich die Ernte im späten Frühjahr oder Herbst des Folgejahres. Die jungen Blätter können aber auch im Herbst/Winter als Wildgemüse verwendet werden.

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