Wie stellt man Pseudoprogress bei Immun-Checkpoint Inhibitor Therapie fest?

Antwort

Pseudoprogress bei einer Immun-Checkpoint-Inhibitor-Therapie kann eine Herausforderung darstellen, da es sich um eine vorübergehende Zunahme der Tumorgröße oder das Auftreten neuer Läsionen handelt, die fälschlicherweise als Fortschreiten der Krankheit interpretiert werden könnten. Hier sind einige Methoden, um Pseudoprogress zu erkennen: 1. **Bildgebende Verfahren**: Regelmäßige Bildgebung (z.B. CT, MRT) kann helfen, Veränderungen im Tumor zu überwachen. Ein Pseudoprogress zeigt oft eine initiale Zunahme der Tumorgröße, gefolgt von einer Stabilisierung oder Reduktion in späteren Scans. 2. **Zeitliche Abfolge**: Pseudoprogress tritt typischerweise innerhalb der ersten Wochen bis Monate nach Beginn der Therapie auf. Ein tatsächliches Fortschreiten der Krankheit zeigt in der Regel eine kontinuierliche Verschlechterung. 3. **Biopsie**: Eine Gewebeprobe kann helfen, zwischen echtem Tumorwachstum und einer entzündlichen Reaktion zu unterscheiden, die durch die Immuntherapie verursacht wird. 4. **Klinische Bewertung**: Die allgemeine klinische Verfassung des Patienten, einschließlich Symptomen und Laborwerten, kann Hinweise geben. Ein Patient mit Pseudoprogress könnte sich klinisch stabil oder sogar verbessert zeigen. 5. **Immunbezogene Response-Kriterien (iRECIST)**: Diese speziellen Kriterien wurden entwickelt, um die Reaktion auf Immuntherapien besser zu bewerten und Pseudoprogress zu identifizieren. Es ist wichtig, dass diese Methoden in enger Zusammenarbeit mit einem Onkologen angewendet werden, um die bestmögliche Behandlungsstrategie zu gewährleisten.

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