Wann gilt jemand als therapierefraktär?

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Als „therapierefraktär“ bezeichnet man einen Zustand, bei dem eine Erkrankung oder ein Symptom trotz adäquater und ausreichend langer Behandlung mit den üblichen, anerkannten Therapieverfahren nicht ausreichend gebessert oder geheilt werden kann. Das bedeutet, dass die betroffene Person auf die Standardtherapien nicht oder nur unzureichend anspricht. Die genaue Definition kann je nach Erkrankung variieren. Zum Beispiel: - **Bei Depressionen** spricht man oft von therapierefraktär, wenn mindestens zwei verschiedene Antidepressiva in ausreichender Dosierung und Dauer keine ausreichende Wirkung gezeigt haben. - **Bei Epilepsie** gilt eine Epilepsie als therapierefraktär, wenn trotz Einsatz von mindestens zwei geeigneten Antiepileptika keine Anfallsfreiheit erreicht wird. - **Bei Tumorerkrankungen** spricht man von therapierefraktär, wenn die Erkrankung trotz Standardtherapien (z.B. Chemotherapie, Bestrahlung) weiter fortschreitet. Wichtig ist, dass vor der Diagnose „therapierefraktär“ überprüft wird, ob die Therapien korrekt durchgeführt wurden (z.B. richtige Dosierung, Therapietreue, ausreichende Dauer) und ob andere Faktoren (z.B. Fehldiagnose, Begleiterkrankungen) ausgeschlossen wurden.

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