Was ist nicht-invasive Neuromodulation?

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Nicht-invasive Neuromodulation bezeichnet medizinische Verfahren, bei denen die Aktivität des Nervensystems gezielt beeinflusst wird, ohne dass dabei chirurgische Eingriffe oder Implantate notwendig sind. Ziel ist es, bestimmte neurologische oder psychiatrische Erkrankungen zu behandeln oder Symptome zu lindern. Zu den wichtigsten Methoden der nicht-invasiven Neuromodulation zählen: - **Transkranielle Magnetstimulation (TMS):** Hierbei werden mittels Magnetfeldern elektrische Ströme im Gehirn erzeugt, um gezielt Hirnareale zu stimulieren. TMS wird beispielsweise bei Depressionen eingesetzt. - **Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS):** Schwache elektrische Ströme werden über Elektroden auf der Kopfhaut verabreicht, um die Erregbarkeit von Nervenzellen zu modulieren. - **Vagusnerv-Stimulation (nicht-invasiv):** Der Vagusnerv wird durch äußere Reize, etwa am Ohr, stimuliert, was Einfluss auf verschiedene Körperfunktionen haben kann. - **Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS):** Elektrische Impulse werden über die Haut an Nerven weitergeleitet, meist zur Schmerztherapie. Diese Verfahren sind in der Regel schmerzfrei, risikoarm und können ambulant durchgeführt werden. Sie werden vor allem bei Depressionen, chronischen Schmerzen, Migräne, Epilepsie und anderen neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen eingesetzt.

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