Als „therapierefraktär“ bezeichnet man einen Zustand, bei dem eine Erkrankung oder ein Symptom trotz adäquater und ausreichend langer Behandlung mit den üblichen, anerkannte... [mehr]
**Appendizitis** (Blinddarmentzündung) ist eine akute Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis) des Blinddarms. Hier findest du die wichtigsten Informationen zu den genannten Aspekten: **Symptome:** - Plötzliche, meist rechtsseitige Unterbauchschmerzen (anfangs oft im Oberbauch, dann „Wanderung“ nach rechts unten) - Übelkeit, Erbrechen - Appetitlosigkeit - Fieber, leicht erhöhte Temperatur - Abwehrspannung der Bauchmuskulatur - Druckschmerz im rechten Unterbauch (McBurny-Punkt, Lanz-Punkt) - Stuhlunregelmäßigkeiten (Durchfall oder Verstopfung) **Ursachen:** - Verlegung des Appendix-Lumens durch Kotsteine (Appendikolith), Lymphfollikelhyperplasie, Fremdkörper oder Parasiten - Bakterielle Infektion nach Lumenverschluss **Risikofaktoren:** - Jüngeres Alter (häufig bei Kindern und Jugendlichen) - Ballaststoffarme Ernährung - Familiäre Disposition - Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen **Komplikationen:** - Perforation (Durchbruch) mit nachfolgender Peritonitis (Bauchfellentzündung) - Abszessbildung - Sepsis (Blutvergiftung) - Ileus (Darmverschluss) **Diagnose:** - Anamnese und klinische Untersuchung (Druckschmerz, Loslassschmerz, Abwehrspannung) - Labor: Erhöhte Entzündungswerte (Leukozyten, CRP) - Ultraschalluntersuchung (verdickte Appendix, freie Flüssigkeit) - Bei unklaren Fällen: CT oder MRT **Therapie:** - Standard: Operative Entfernung der Appendix (Appendektomie, meist laparoskopisch) - In ausgewählten Fällen (z.B. unkomplizierte Appendizitis): Konservative Therapie mit Antibiotika möglich - Prä- und postoperativ: Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich, Schmerztherapie, ggf. Antibiotikagabe **Pflegerische Maßnahmen:** - Überwachung der Vitalzeichen (Puls, Blutdruck, Temperatur) - Beobachtung auf Komplikationen (z.B. Peritonitiszeichen) - Nüchtern lassen bis zur OP - Infusionstherapie und ggf. Antibiotikagabe nach ärztlicher Anordnung - Schmerzmanagement - Unterstützung bei der Körperpflege und Mobilisation nach der OP - Wundkontrolle und Verbandwechsel - Dokumentation aller Maßnahmen und Beobachtungen **Schulung und Beratung:** - Aufklärung über die Erkrankung, den Ablauf der Operation und die Nachsorge - Hinweise zur Wundpflege und Zeichen einer Infektion - Empfehlungen zur Ernährung nach der OP (leichte Kost, langsamer Kostaufbau) - Information über körperliche Schonung und wann sportliche Aktivitäten wieder möglich sind - Bei Kindern: Einbeziehung der Eltern in die Pflege und Aufklärung Weitere Informationen findest du z.B. bei [gesundheitsinformation.de](https://www.gesundheitsinformation.de/appendizitis.html) oder [apotheken-umschau.de](https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/krankheiten/appendizitis-blinddarmentzuendung-id202876.html).
Als „therapierefraktär“ bezeichnet man einen Zustand, bei dem eine Erkrankung oder ein Symptom trotz adäquater und ausreichend langer Behandlung mit den üblichen, anerkannte... [mehr]
Im EKG gibt es typische akute Anzeichen eines Herzinfarkts (Myokardinfarkt), die je nach Zeitpunkt nach dem Infarkt unterschiedlich ausgeprägt sind. Die wichtigsten akuten EKG-Zeichen sind: 1. *... [mehr]
Biologika (Singular: Biologikum) sind Arzneimittel, die aus biologischen Quellen stammen oder mit biotechnologischen Verfahren hergestellt werden. Im Gegensatz zu klassischen, chemisch-synthetischen M... [mehr]
**Mamma-CA (Mammakarzinom, Brustkrebs):** **Definition:** Das Mammakarzinom ist eine bösartige Neubildung (Malignom) der Brustdrüse, meist ausgehend vom Drüsengewebe (meistens den Mi... [mehr]
Bei einer Sigmadivertikulose sind sogenannte osmotische Abführmittel in der Regel am günstigsten. Dazu zählen beispielsweise Macrogol (Polyethylenglykol) oder Lactulose. Diese Mittel wi... [mehr]
Nach einer Reblozyl-Therapie (Wirkstoff: Luspatercept) hängt das weitere Vorgehen stark von der zugrunde liegenden Erkrankung, dem Therapieerfolg und dem individuellen Ansprechen des Patienten ab... [mehr]
Die vier zentralen Faktoren der Sauerstofftherapie sind: 1. **Indikation**: Klare medizinische Begründung für die Sauerstoffgabe, z.B. Hypoxämie, COPD, akute Atemnot. 2. **Dosierung**:... [mehr]
Die Besonderheit der Sauerstofftherapie liegt darin, dass sie gezielt eingesetzt wird, um den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen, wenn dieser durch Erkrankungen wie COPD, Lungenentzündung,... [mehr]
Eine endovaskuläre Intervention ist ein minimal-invasives medizinisches Verfahren, bei dem Erkrankungen der Blutgefäße (wie Arterien oder Venen) von innen, also „endovaskulä... [mehr]
Für den Alkoholentzug werden verschiedene Medikamente eingesetzt, abhängig von der Phase des Entzugs und den individuellen Bedürfnissen der Patient*innen. Die wichtigsten Medikamente si... [mehr]