Wie wirken sich Anticholinergika auf ein Glaukom aus?

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Anticholinergika sind Medikamente, die die Wirkung des Neurotransmitters Acetylcholin im Nervensystem hemmen. Sie werden unter anderem zur Behandlung von Allergien, Asthma, Magen-Darm-Beschwerden, Harninkontinenz und Parkinson eingesetzt. Beim Glaukom (Grüner Star) ist besondere Vorsicht geboten, insbesondere bei der Form des Engwinkelglaukoms (Winkelblockglaukom). Anticholinergika können den Augeninnendruck erhöhen, indem sie die Pupille erweitern (Mydriasis) und so den Kammerwinkel verengen. Das kann einen akuten Glaukomanfall auslösen, der unbehandelt zur Erblindung führen kann. Patienten mit bekanntem Engwinkelglaukom sollten Anticholinergika daher nur nach Rücksprache mit dem Augenarzt einnehmen. Beim Offenwinkelglaukom ist das Risiko geringer, aber auch hier ist Vorsicht geboten. Zusammengefasst: Anticholinergika können bei Glaukom, insbesondere beim Engwinkelglaukom, gefährlich sein und sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

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