Was regelt die Betriebskostenverordnung?

Antwort

Die Betriebskostenverordnung (BetrKV) ist eine deutsche Rechtsverordnung, die regelt, welche Kosten als Betriebskosten im Sinne des § 556 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) auf Mieter umgelegt werden dürfen. Sie ist am 1. Januar 2004 in Kraft getreten und ersetzt die frühere Anlage 3 zu § 27 der II. Berechnungsverordnung. Betriebskosten sind demnach die Kosten, die dem Eigentümer oder Vermieter durch das Eigentum am Grundstück oder durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Gebäudes laufend entstehen. Die BetrKV listet in § 2 insgesamt 17 Betriebskostenarten auf, darunter: - Grundsteuer - Wasserversorgung - Entwässerung - Heizungs- und Warmwasserkosten - Aufzugskosten - Straßenreinigung und Müllbeseitigung - Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung - Gartenpflege - Beleuchtung - Schornsteinreinigung - Sach- und Haftpflichtversicherung - Hauswartkosten Nur die in der Verordnung genannten Kostenarten dürfen auf die Mieter umgelegt werden, sofern dies im Mietvertrag vereinbart ist. Nicht umlagefähig sind beispielsweise Reparaturkosten oder Verwaltungskosten. Weitere Informationen findest du direkt im Gesetzestext: [Gesetzestext der Betriebskostenverordnung (BetrKV)](https://www.gesetze-im-internet.de/betrkv/)

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