Sind Nahtoderfahrungen wissenschaftlich erklärt und kein Beweis für ein ewiges Leben, anders als von Pater Bernhard Vosicky vermutet?

Antwort

Nahtoderfahrungen (NDEs) sind tatsächlich seit Jahrzehnten Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Sie werden von Menschen berichtet, die sich in lebensbedrohlichen Situationen befanden und dabei außergewöhnliche Bewusstseinszustände erlebten, wie z. B. das Gefühl, den eigenen Körper zu verlassen, durch einen Tunnel zu gehen oder verstorbene Angehörige zu treffen. Die Wissenschaft hat verschiedene Erklärungsansätze für Nahtoderfahrungen entwickelt. Dazu gehören neurobiologische, psychologische und physiologische Theorien. Beispielsweise könnten Sauerstoffmangel im Gehirn, bestimmte Neurotransmitter-Ausschüttungen oder auch psychische Schutzmechanismen solche Erlebnisse hervorrufen. Bislang gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Nahtoderfahrungen ein Beweis für ein Leben nach dem Tod oder ein ewiges Leben sind. Die Interpretation solcher Erfahrungen ist jedoch auch von persönlichen, kulturellen und religiösen Überzeugungen geprägt. Während manche Menschen – wie Pater Bernhard Vosicky – Nahtoderfahrungen als Hinweis auf ein Weiterleben nach dem Tod deuten, sieht die Wissenschaft darin bislang keine Bestätigung für ein ewiges Leben, sondern eher ein faszinierendes Phänomen des menschlichen Bewusstseins in Extremsituationen. Weitere Informationen findest du z. B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Anomalistik](https://www.anomalistik.de/) oder in wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten zum Thema.

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