Das "Loopback"-Device (oft als "loop" bezeichnet) ist eine Methode unter Unix/Linux, um eine Datei als Blockgerät zu behandeln, sodass sie wie ein echtes Gerät (z.B. eine Festplattenpartition) gemountet werden kann. Das wird häufig beim Einsatz von verschlüsselten Dateisystemen genutzt, etwa mit **cryptsetup** oder **losetup**. Wenn du nach einer Alternative zum klassischen "loop"-Device für verschlüsselte Dateisysteme suchst, gibt es mehrere Möglichkeiten: 1. **Direktes Blockgerät** Anstatt eine Datei als Loopback-Device zu verwenden, kannst du direkt eine Partition oder ein physisches Blockgerät (z.B. `/dev/sdb1`) für die Verschlüsselung nutzen. Beispiel: ``` cryptsetup luksFormat /dev/sdb1 cryptsetup open /dev/sdb1 mycrypt mkfs.ext4 /dev/mapper/mycrypt ``` 2. **Device Mapper (dm-crypt)** Moderne Verschlüsselungslösungen wie **dm-crypt** (genutzt von cryptsetup/LUKS) arbeiten direkt mit Blockgeräten und benötigen kein Loopback-Device, sofern du keine Datei als Container nutzt. 3. **Dateibasierte Container ohne Loopback** Einige Tools (z.B. **TrueCrypt**, **VeraCrypt**) können verschlüsselte Containerdateien auch ohne explizites Anlegen eines Loopback-Devices einbinden, indem sie intern den Zugriff regeln. 4. **FUSE-basierte Lösungen** Tools wie **EncFS** oder **gocryptfs** arbeiten auf Dateiebene und benötigen kein Loopback-Device, da sie das Dateisystem im Userspace (über FUSE) bereitstellen. - [EncFS](https://vgough.github.io/encfs/) - [gocryptfs](https://github.com/rfjakob/gocryptfs) **Fazit:** Du brauchst das Loopback-Device nur, wenn du eine Datei als Blockgerät mounten willst. Wenn du direkt mit Partitionen, physischen Geräten oder FUSE-basierten Lösungen arbeitest, ist das "loop"-Device nicht notwendig.