Wie ist das Gottesbild im Judentum?

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Im Judentum wird Gott als der eine, allmächtige, allwissende und allgegenwärtige Schöpfer und Herrscher des Universums verstanden. Dieses monotheistische Gottesbild betont die Einzigartigkeit und Unteilbarkeit Gottes. Gott wird oft als unbeschreiblich und unfassbar dargestellt, weshalb es im Judentum keine bildlichen Darstellungen Gottes gibt. Ein zentraler Aspekt des jüdischen Gottesbildes ist die Vorstellung von Gott als einem gerechten und barmherzigen Wesen, das eine persönliche Beziehung zu den Menschen, insbesondere zum jüdischen Volk, pflegt. Diese Beziehung wird durch den Bund (Brit) symbolisiert, den Gott mit den Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob sowie mit dem Volk Israel am Sinai geschlossen hat. Gott wird im Judentum auch als der Gesetzgeber angesehen, der die Tora (die ersten fünf Bücher der hebräischen Bibel) offenbart hat, die die Grundlage für das jüdische religiöse und ethische Leben bildet. Die Namen und Attribute Gottes, wie z.B. Jahwe (YHWH), Elohim und Adonai, spiegeln verschiedene Aspekte seiner Natur und seines Wirkens wider. Zusammengefasst ist das Gottesbild im Judentum geprägt von der Vorstellung eines einzigen, transzendenten und zugleich immanent wirkenden Gottes, der gerecht, barmherzig und heilig ist.

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