Ab wann entwickelte sich die theologische Ansicht 'once saved – always saved'?

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Die theologische Ansicht „once saved, always saved“ (deutsch: „einmal gerettet, immer gerettet“) ist eng mit der Lehre der „Unbedingten Heilssicherheit“ (englisch: eternal security oder perseverance of the saints) verbunden. Diese Lehre entwickelte sich maßgeblich im Rahmen der protestantischen Reformation im 16. Jahrhundert, insbesondere durch Johannes Calvin (1509–1564) und die calvinistische Theologie. Calvin formulierte die sogenannte „Beharrungslehre der Heiligen“ (perseverantia sanctorum), die besagt, dass diejenigen, die wahrhaft von Gott erwählt und erlöst sind, im Glauben beharren und das Heil nicht mehr verlieren können. Diese Lehre wurde später im Westminster Bekenntnis von 1647 festgehalten und ist bis heute ein zentraler Bestandteil vieler reformierter und baptistischer Glaubensrichtungen. Die explizite Formulierung „once saved, always saved“ tauchte jedoch erst später, vor allem im angelsächsischen Raum, auf und wurde im 19. und 20. Jahrhundert besonders durch evangelikale und baptistische Bewegungen populär. Zusammengefasst: Die Wurzeln der Lehre reichen bis ins 16. Jahrhundert (Reformation, Calvinismus) zurück, die populäre Formulierung und breite Verbreitung erfolgte jedoch vor allem ab dem 19. Jahrhundert in evangelikalen Kreisen. Weitere Informationen: - [Calvinismus – Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Calvinismus) - [Unbedingte Heilssicherheit – Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Unbedingte_Heilssicherheit)

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