Beleidigungen sind abwertende, verletzende oder herabwürdigende Äußerungen über eine Person oder Gruppe. Sie können mündlich, schriftlich oder durch Gesten erfolgen und... [mehr]
Wenn jemand eine andere Person mit falschen Behauptungen anzeigt (also eine sogenannte „falsche Verdächtigung“ oder „falsche Anzeige“ erstattet), gibt es in Deutschland rechtliche Möglichkeiten, dagegen vorzugehen: 1. **Beweise sichern:** Zunächst sollte die betroffene Person alle Beweise sichern, die belegen, dass sie zur angegebenen Zeit nicht am Tatort war (z.B. Zeugen, Quittungen, Fahrkarten, Überwachungsvideos, Handy-Standortdaten). 2. **Aussage bei der Polizei:** Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen sollte die betroffene Person die entlastenden Beweise vorlegen und eine entsprechende Aussage machen. 3. **Anzeige wegen falscher Verdächtigung (§ 164 StGB):** Wenn klar ist, dass die Anzeige wissentlich falsch erstattet wurde, kann die betroffene Person selbst Anzeige wegen falscher Verdächtigung erstatten. Das ist eine Straftat und kann mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden. Mehr dazu: [§ 164 StGB – Falsche Verdächtigung](https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__164.html) 4. **Rechtsanwalt einschalten:** Es ist ratsam, einen Anwalt für Strafrecht zu konsultieren. Dieser kann Akteneinsicht beantragen, die Verteidigung übernehmen und ggf. die Anzeige gegen den Anzeigenden einleiten. 5. **Zivilrechtliche Schritte:** Neben dem Strafrecht kann auch zivilrechtlich gegen den Anzeigenden vorgegangen werden, z.B. auf Unterlassung oder Schadensersatz, wenn durch die falsche Anzeige ein Schaden entstanden ist. **Wichtig:** Die Ermittlungsbehörden prüfen im Rahmen des Verfahrens auch, ob die Anzeige berechtigt ist. Wenn sich herausstellt, dass die Angaben falsch waren, wird das Verfahren gegen die zu Unrecht beschuldigte Person in der Regel eingestellt. **Fazit:** Gegen eine falsche Anzeige kann man sich sowohl im Ermittlungsverfahren verteidigen als auch selbst rechtlich gegen den Anzeigenden vorgehen. Ein Anwalt kann dabei helfen, die richtigen Schritte einzuleiten.
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Es ist rechtlich und moralisch problematisch, einen Staatsanwalt anzulügen. Im Strafverfahren bist du zwar als Beschuldigter nicht verpflichtet, dich selbst zu belasten, und du darfst schweigen o... [mehr]
Bei Insolvenzen gilt als Betrug insbesondere das sogenannte Insolvenzstrafrecht, das verschiedene Straftatbestände umfasst. Der klassische Betrug (§ 263 StGB) kann im Zusammenhang mit einer... [mehr]
Nein, Kidnapping (Entführung) ist in Deutschland und den meisten anderen Ländern eine schwere Straftat. Es ist nach § 239 StGB (Strafgesetzbuch) verboten und wird mit Freiheitsstrafe ge... [mehr]
Der Unterschied zwischen Mord ersten und zweiten Grades stammt aus dem US-amerikanischen Rechtssystem und wird im deutschen Strafrecht so nicht verwendet. Hier die wichtigsten Unterschiede: **Mord er... [mehr]
Die Verwendung des Wortes „Neger“ in Deutschland gilt heute als rassistisch, diskriminierend und beleidigend. Es handelt sich um einen historisch belasteten Begriff, der Menschen afrikanis... [mehr]
Mit „Herstellung von Jugendpornografie“ ist im deutschen Strafrecht das Anfertigen, Bearbeiten oder sonstige Herstellen von kinderpornografischen oder jugendpornografischen Schriften, Bild... [mehr]
Nach deutschem Recht ist die sogenannte Doppelehe (Bigamie) gemäß § 172 Strafgesetzbuch (StGB) strafbar. Der Paragraph lautet: > „Wer verheiratet ist und eine weitere Ehe sch... [mehr]
Ein Tatbestandsirrtum liegt vor, wenn jemand bei Begehung einer Straftat einen Umstand nicht kennt, der zum gesetzlichen Tatbestand gehört (§ 16 Abs. 1 StGB). Das bedeutet: Die handelnde Per... [mehr]