Ob eine bedrohte Person der Polizei die Nummer und Adresse von Zeugen geben darf, hängt von verschiedenen rechtlichen und datenschutzrechtlichen Aspekten ab. **Grundsätzliches:** - Wenn die... [mehr]
Ob bei einem Unternehmensaudit die Notebooks (NotePCs) von Mitarbeitenden gescreent werden dürfen, hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere vom Zweck des Audits, den geltenden Datenschutzgesetzen (z. B. DSGVO in der EU), internen Unternehmensrichtlinien und eventuell bestehenden Betriebsvereinbarungen. **Grundsätzliches:** - **Berechtigtes Interesse:** Ein Audit (z. B. IT-Sicherheitsaudit, Compliance-Audit) kann ein berechtigtes Interesse des Unternehmens darstellen, um die Einhaltung von Richtlinien, gesetzlichen Vorgaben oder Sicherheitsstandards zu überprüfen. - **Datenschutz:** Mitarbeitende haben ein Recht auf Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung. Private Daten auf dienstlichen Geräten sind besonders sensibel. - **Transparenz und Verhältnismäßigkeit:** Die Mitarbeitenden müssen über den Umfang und Zweck des Screenings informiert werden. Das Vorgehen muss verhältnismäßig sein und darf nicht in die Privatsphäre eingreifen, sofern private Nutzung erlaubt ist. - **Betriebsrat:** In Unternehmen mit Betriebsrat ist dieser bei Maßnahmen, die das Verhalten oder die Leistung der Mitarbeitenden überwachen können, mitbestimmungspflichtig (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). **Praktische Umsetzung:** - Dienstliche Daten und Systeme dürfen in der Regel überprüft werden, wenn dies für das Audit erforderlich ist. - Private Daten sollten – sofern private Nutzung erlaubt ist – ausgespart oder besonders geschützt werden. - Es empfiehlt sich, die Mitarbeitenden vorab zu informieren und ggf. Einwilligungen einzuholen. **Fazit:** Ein Screening von Mitarbeiter-Notebooks im Rahmen eines Audits ist grundsätzlich möglich, muss aber datenschutzkonform, transparent und verhältnismäßig erfolgen. Die Einbindung des Betriebsrats und die Beachtung interner Regelungen sind zwingend erforderlich. **Weitere Informationen:** - [Datenschutzkonferenz: Hinweise zur Kontrolle von IT-Systemen](https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/dskb/2018_24_10_hinweise_kontrolle_it_systeme.pdf) - [Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)](https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__87.html) Im Zweifel sollte eine rechtliche Beratung eingeholt werden, um die konkrete Situation im Unternehmen korrekt zu bewerten.
Ob eine bedrohte Person der Polizei die Nummer und Adresse von Zeugen geben darf, hängt von verschiedenen rechtlichen und datenschutzrechtlichen Aspekten ab. **Grundsätzliches:** - Wenn die... [mehr]
Das Zweckübertragungsverbot ist ein Begriff aus dem Datenschutzrecht, insbesondere im Zusammenhang mit der Verarbeitung personenbezogener Daten. Es besagt, dass personenbezogene Daten, die fü... [mehr]
Datenschutz betrifft grundsätzlich alle Personen und Organisationen, die personenbezogene Daten verarbeiten. Das umfasst: 1. **Unternehmen und Organisationen**: Jede Firma, Behörde, Verein... [mehr]
Datenschutz in der öffentlichen Verwaltung bezeichnet den personenbezogener Daten, die von Behörden und öffentlichen Stellen verarbeitet werden. Ziel ist es, die Privatsphäre der B... [mehr]
Ja, ein Unternehmen ist nach Art. 37 Abs. 7 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verpflichtet, die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten der zuständigen Aufsichtsbehörde zu melden. Die... [mehr]
Die Nutzung von GPS-Tracking in Firmenfahrzeugen ist in Deutschland datenschutzrechtlich streng geregelt. Grundsätzlich gilt: Das Überwachen von Mitarbeitern durch GPS-Ortung ist nur unter b... [mehr]