Der Begriff „Sklavenmoral“ stammt von Friedrich Nietzsche, insbesondere aus seinem Werk „Zur Genealogie der Moral“. Nietzsche unterscheidet zwischen „Herrenmoral“ u... [mehr]
Nietzsches Konzept der Sklavenmoral ist primär konkret-psychologisch und historisch-soziologisch gemeint, nicht metaphysisch. Er beschreibt damit eine bestimmte Art der Moral, die aus den Lebensumständen der „Schwachen“ oder „Unterdrückten“ (Sklaven) entsteht. Diese Moral bewertet Eigenschaften wie Demut, Mitleid und Gehorsam als „gut“, im Gegensatz zur „Herrenmoral“ der Mächtigen, die Werte wie Stärke, Stolz und Selbstbehauptung schätzt. Nietzsche sieht die Sklavenmoral als eine Reaktion auf Ohnmacht und Ressentiment, nicht als Ausdruck einer überzeitlichen, metaphysischen Wahrheit. Von Fjodor Dostojewski hat Nietzsche vor allem psychologische Einsichten gewonnen. Er bewunderte Dostojewskis Fähigkeit, die Abgründe der menschlichen Seele, das Böse, das Ressentiment und die innere Zerrissenheit darzustellen. Besonders Dostojewskis Figuren, die mit Schuld, Freiheit und moralischer Ambivalenz ringen, haben Nietzsche beeinflusst. Er nannte Dostojewski einmal den „einzigen Psychologen, von dem ich etwas zu lernen hatte“. Dostojewskis Werke wie „Schuld und Sühne“ oder „Die Brüder Karamasow“ haben Nietzsches Verständnis für die psychologischen Ursprünge von Moral und Religion vertieft. Weitere Informationen zu Nietzsche findest du z.B. bei der [Nietzsche-Gesellschaft](https://www.nietzsche-gesellschaft.de/) und zu Dostojewski bei der [Internationalen Dostojewskij-Gesellschaft](https://www.dostoevsky.org/).
Der Begriff „Sklavenmoral“ stammt von Friedrich Nietzsche, insbesondere aus seinem Werk „Zur Genealogie der Moral“. Nietzsche unterscheidet zwischen „Herrenmoral“ u... [mehr]
Nietzsche würde Raskolnikoff, die Hauptfigur aus Dostojewskis Roman „Schuld und Sühne“, vermutlich nicht als klassisches Opfer der Sklavenmoral (Sklavenmentalität) betrachte... [mehr]
Deine Frage ist unvollständig formuliert. Meinst du: "Wie würde Nietzsche in der Gegenwart rezipiert?" oder beziehst du dich auf einen bestimmten Kontext, z.B. in der Philosophie,... [mehr]
Friedrich Nietzsche stand dem Sozialismus sehr kritisch gegenüber. In seinen Werken bezeichnete er den Sozialismus oft als eine Form von „Herdendenken“ und als Ausdruck von Ressentime... [mehr]
Friedrich Nietzsche (1844–1900) und Karl Marx (1818–1883) waren Zeitgenossen, haben sich aber nie persönlich getroffen oder direkt aufeinander bezogen. Nietzsche hat Marx’ Werke... [mehr]
Friedrich Nietzsche wurde in der DDR lange Zeit kritisch bis ablehnend betrachtet. Die marxistisch-leninistische Ideologie, die das geistige Leben der DDR prägte, sah in Nietzsche einen Vertreter... [mehr]
Mit dem Titel "Jenseits von Gut und Böse" zielt Friedrich Nietzsche darauf ab, die herkömmlichen moralischen Kategorien von "Gut" und "Böse" zu hinterfrage... [mehr]