Bei Osteoporose infolge von Kortison (sogenannte Glukokortikoid-induzierte Osteoporose) und einem Rippenanbruch ist eine gezielte medikamentöse Behandlung wichtig, um weitere Knochenbrüche z... [mehr]
Immunsuppressiva sind Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken oder modulieren, um unerwünschte Immunreaktionen zu verhindern. Sie werden häufig bei Autoimmunerkrankungen und nach Organtransplantationen eingesetzt, um die Abstoßung des transplantierten Organs zu verhindern. Die Wirkungsweise von Immunsuppressiva variiert je nach Klasse des Medikaments: 1. **Calcineurin-Inhibitoren (z.B. Cyclosporin, Tacrolimus)**: Diese hemmen die Aktivität von Calcineurin, einem Protein, das für die Aktivierung von T-Zellen notwendig ist. Dadurch wird die Produktion von Interleukin-2 und anderen Zytokinen reduziert, was die T-Zell-Aktivierung und -Proliferation hemmt. 2. **mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus)**: Diese blockieren den mTOR-Signalweg, der für das Zellwachstum und die Zellproliferation wichtig ist. Dies führt zu einer Hemmung der T- und B-Zell-Proliferation. 3. **Antimetaboliten (z.B. Azathioprin, Mycophenolatmofetil)**: Diese stören die DNA-Synthese in sich schnell teilenden Zellen, einschließlich T- und B-Zellen, und verhindern so deren Vermehrung. 4. **Biologika (z.B. Rituximab, Infliximab)**: Diese sind monoklonale Antikörper, die spezifische Proteine auf der Oberfläche von Immunzellen oder Zytokine neutralisieren, um die Immunantwort zu modulieren. 5. **Glukokortikoide (z.B. Prednison, Methylprednisolon)**: Diese wirken entzündungshemmend und immunsuppressiv, indem sie die Expression von entzündungsfördernden Genen hemmen und die Produktion von entzündungshemmenden Proteinen fördern. Jede Klasse von Immunsuppressiva hat spezifische Wirkmechanismen und wird je nach klinischer Situation und Patient individuell ausgewählt.
Bei Osteoporose infolge von Kortison (sogenannte Glukokortikoid-induzierte Osteoporose) und einem Rippenanbruch ist eine gezielte medikamentöse Behandlung wichtig, um weitere Knochenbrüche z... [mehr]
Der Steady State (Gleichgewichtszustand) bei der Einnahme von Medikamenten gegen Bluthochdruck wird in der Regel nach etwa 4 bis 5 Halbwertszeiten des jeweiligen Medikaments erreicht. Das bedeutet, da... [mehr]
Biologika (Singular: Biologikum) sind Arzneimittel, die aus biologischen Quellen stammen oder mit biotechnologischen Verfahren hergestellt werden. Im Gegensatz zu klassischen, chemisch-synthetischen M... [mehr]
Während einer Dialysebehandlung gibt es bestimmte Medikamente, die entweder nicht oder nur mit besonderer Vorsicht verabreicht werden sollten. Die Gründe dafür sind, dass einige Medikam... [mehr]
Für den Alkoholentzug werden verschiedene Medikamente eingesetzt, abhängig von der Phase des Entzugs und den individuellen Bedürfnissen der Patient*innen. Die wichtigsten Medikamente si... [mehr]
Von den genannten Medikamenten (ASS, Amlodipin, Candesartan, Torasemid, Atorvastatin) verlangsamt keines direkt den Puls (Herzfrequenz). **Erklärung zu den einzelnen Medikamenten:** - **ASS (Ac... [mehr]
Antikoagulanzien sind Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen. Sie werden eingesetzt, um die Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) zu verhindern oder zu behandeln. Antikoagulanzien kommen zum Beispi... [mehr]
Muskelrelaxantien lassen sich grundsätzlich in zwei Hauptgruppen einteilen: 1. **Zentrale Muskelrelaxantien** (wirken im zentralen Nervensystem, z. B. bei Muskelverspannungen, Spastik) 2. **P... [mehr]