Was ist die Wirkungsweise von Immunsuppressiva?

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Immunsuppressiva sind Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken oder modulieren, um unerwünschte Immunreaktionen zu verhindern. Sie werden häufig bei Autoimmunerkrankungen und nach Organtransplantationen eingesetzt, um die Abstoßung des transplantierten Organs zu verhindern. Die Wirkungsweise von Immunsuppressiva variiert je nach Klasse des Medikaments: 1. **Calcineurin-Inhibitoren (z.B. Cyclosporin, Tacrolimus)**: Diese hemmen die Aktivität von Calcineurin, einem Protein, das für die Aktivierung von T-Zellen notwendig ist. Dadurch wird die Produktion von Interleukin-2 und anderen Zytokinen reduziert, was die T-Zell-Aktivierung und -Proliferation hemmt. 2. **mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus)**: Diese blockieren den mTOR-Signalweg, der für das Zellwachstum und die Zellproliferation wichtig ist. Dies führt zu einer Hemmung der T- und B-Zell-Proliferation. 3. **Antimetaboliten (z.B. Azathioprin, Mycophenolatmofetil)**: Diese stören die DNA-Synthese in sich schnell teilenden Zellen, einschließlich T- und B-Zellen, und verhindern so deren Vermehrung. 4. **Biologika (z.B. Rituximab, Infliximab)**: Diese sind monoklonale Antikörper, die spezifische Proteine auf der Oberfläche von Immunzellen oder Zytokine neutralisieren, um die Immunantwort zu modulieren. 5. **Glukokortikoide (z.B. Prednison, Methylprednisolon)**: Diese wirken entzündungshemmend und immunsuppressiv, indem sie die Expression von entzündungsfördernden Genen hemmen und die Produktion von entzündungshemmenden Proteinen fördern. Jede Klasse von Immunsuppressiva hat spezifische Wirkmechanismen und wird je nach klinischer Situation und Patient individuell ausgewählt.

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