Bei Osteoporose infolge von Kortison (sogenannte Glukokortikoid-induzierte Osteoporose) und einem Rippenanbruch ist eine gezielte medikamentöse Behandlung wichtig, um weitere Knochenbrüche z... [mehr]
Muskelrelaxantien lassen sich grundsätzlich in zwei Hauptgruppen einteilen: 1. **Zentrale Muskelrelaxantien** (wirken im zentralen Nervensystem, z. B. bei Muskelverspannungen, Spastik) 2. **Periphere Muskelrelaxantien** (wirken an der motorischen Endplatte, v. a. in der Anästhesie) Eine exakte „Stärke-Reihenfolge“ ist schwierig, da die Wirksamkeit je nach Anwendungsgebiet, Dosierung und Patient unterschiedlich ist. Dennoch gibt es eine grobe Einteilung nach Potenz und klinischer Anwendung: --- ### 1. **Periphere Muskelrelaxantien (v. a. in der Anästhesie)** Diese sind sehr potent und werden zur vollständigen Muskelerschlaffung eingesetzt. - **Depolarisierende Muskelrelaxantien:** - **Succinylcholin** (sehr schnell und stark, aber kurz wirksam) - **Nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien:** - **Rocuronium** (stark, schnell wirksam) - **Vecuronium** - **Cisatracurium** - **Pancuronium** - **Atracurium** - **Mivacurium** **Stärke (ungefähr):** Succinylcholin ≈ Rocuronium > Vecuronium ≈ Pancuronium > Atracurium ≈ Cisatracurium > Mivacurium --- ### 2. **Zentrale Muskelrelaxantien (bei Muskelverspannungen, Spastik)** Diese sind meist schwächer als die peripheren und werden oral verabreicht. - **Baclofen** (stark bei Spastik) - **Tizanidin** (stark bei Spastik) - **Tolperison** - **Methocarbamol** - **Carisoprodol** - **Tetrazepam** (in Deutschland nicht mehr zugelassen) - **Diazepam** (Benzodiazepin, wirkt auch muskelrelaxierend) - **Orphenadrin** **Stärke (ungefähr, bei Spastik):** Baclofen ≈ Tizanidin > Tolperison ≈ Methocarbamol ≈ Orphenadrin --- **Wichtiger Hinweis:** Die Auswahl und Dosierung eines Muskelrelaxans hängt immer von der Indikation, dem Patienten und möglichen Nebenwirkungen ab. Eine pauschale „Stärke-Reihenfolge“ ist daher nur sehr grob möglich und sollte immer individuell betrachtet werden. Weitere Informationen findest du z. B. auf [Amboss](https://www.amboss.com/de/wissen/Muskelrelaxanzien) oder [Gelbe Liste](https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffgruppen/muskelrelaxanzien).
Bei Osteoporose infolge von Kortison (sogenannte Glukokortikoid-induzierte Osteoporose) und einem Rippenanbruch ist eine gezielte medikamentöse Behandlung wichtig, um weitere Knochenbrüche z... [mehr]
Der Steady State (Gleichgewichtszustand) bei der Einnahme von Medikamenten gegen Bluthochdruck wird in der Regel nach etwa 4 bis 5 Halbwertszeiten des jeweiligen Medikaments erreicht. Das bedeutet, da... [mehr]
Biologika (Singular: Biologikum) sind Arzneimittel, die aus biologischen Quellen stammen oder mit biotechnologischen Verfahren hergestellt werden. Im Gegensatz zu klassischen, chemisch-synthetischen M... [mehr]
Während einer Dialysebehandlung gibt es bestimmte Medikamente, die entweder nicht oder nur mit besonderer Vorsicht verabreicht werden sollten. Die Gründe dafür sind, dass einige Medikam... [mehr]
Für den Alkoholentzug werden verschiedene Medikamente eingesetzt, abhängig von der Phase des Entzugs und den individuellen Bedürfnissen der Patient*innen. Die wichtigsten Medikamente si... [mehr]
Von den genannten Medikamenten (ASS, Amlodipin, Candesartan, Torasemid, Atorvastatin) verlangsamt keines direkt den Puls (Herzfrequenz). **Erklärung zu den einzelnen Medikamenten:** - **ASS (Ac... [mehr]
Antikoagulanzien sind Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen. Sie werden eingesetzt, um die Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) zu verhindern oder zu behandeln. Antikoagulanzien kommen zum Beispi... [mehr]