Als „therapierefraktär“ bezeichnet man einen Zustand, bei dem eine Erkrankung oder ein Symptom trotz adäquater und ausreichend langer Behandlung mit den üblichen, anerkannte... [mehr]
Noctambulismus, auch bekannt als Schlafwandeln, ist ein Phänomen, das seit Jahrhunderten dokumentiert wird. Bereits in antiken Schriften finden sich Hinweise auf Menschen, die im Schlaf umhergehen. Im Mittelalter wurde Schlafwandeln oft mit übernatürlichen Kräften oder Besessenheit in Verbindung gebracht. ### Ursachen Die genauen Ursachen des Schlafwandelns sind noch nicht vollständig geklärt, aber es gibt mehrere Faktoren, die dazu beitragen können: - **Genetik**: Schlafwandeln tritt häufig familiär gehäuft auf. - **Schlafmangel**: Unzureichender Schlaf kann das Risiko erhöhen. - **Stress und Angst**: Psychische Belastungen können Schlafwandeln begünstigen. - **Medikamente**: Bestimmte Medikamente, insbesondere solche, die das zentrale Nervensystem beeinflussen, können Schlafwandeln auslösen. - **Schlafstörungen**: Andere Schlafstörungen wie Schlafapnoe können ebenfalls eine Rolle spielen. ### Therapieansätze Die Behandlung von Schlafwandeln hängt von der Schwere und den zugrunde liegenden Ursachen ab: - **Sicherheitsmaßnahmen**: Sicherstellen, dass die Umgebung sicher ist, um Verletzungen zu vermeiden. - **Schlafhygiene**: Regelmäßige Schlafenszeiten und eine ruhige Schlafumgebung können helfen. - **Stressbewältigung**: Techniken zur Stressreduktion wie Meditation oder Yoga. - **Medikamentöse Behandlung**: In schweren Fällen können Medikamente wie Benzodiazepine verschrieben werden. - **Therapie**: Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) kann hilfreich sein, insbesondere wenn psychische Faktoren eine Rolle spielen. ### Heutige Bezeichnung/Diagnose In der modernen Medizin wird Schlafwandeln als "Somnambulismus" bezeichnet und ist im Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen (DSM-5) sowie in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) als eigenständige Schlafstörung klassifiziert. Weitere Informationen findest du auf den Webseiten von medizinischen Fachgesellschaften oder in wissenschaftlichen Publikationen.
Als „therapierefraktär“ bezeichnet man einen Zustand, bei dem eine Erkrankung oder ein Symptom trotz adäquater und ausreichend langer Behandlung mit den üblichen, anerkannte... [mehr]
Biologika (Singular: Biologikum) sind Arzneimittel, die aus biologischen Quellen stammen oder mit biotechnologischen Verfahren hergestellt werden. Im Gegensatz zu klassischen, chemisch-synthetischen M... [mehr]
Bei einer Sigmadivertikulose sind sogenannte osmotische Abführmittel in der Regel am günstigsten. Dazu zählen beispielsweise Macrogol (Polyethylenglykol) oder Lactulose. Diese Mittel wi... [mehr]
Nach einer Reblozyl-Therapie (Wirkstoff: Luspatercept) hängt das weitere Vorgehen stark von der zugrunde liegenden Erkrankung, dem Therapieerfolg und dem individuellen Ansprechen des Patienten ab... [mehr]
Die vier zentralen Faktoren der Sauerstofftherapie sind: 1. **Indikation**: Klare medizinische Begründung für die Sauerstoffgabe, z.B. Hypoxämie, COPD, akute Atemnot. 2. **Dosierung**:... [mehr]
Die Besonderheit der Sauerstofftherapie liegt darin, dass sie gezielt eingesetzt wird, um den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen, wenn dieser durch Erkrankungen wie COPD, Lungenentzündung,... [mehr]
Eine endovaskuläre Intervention ist ein minimal-invasives medizinisches Verfahren, bei dem Erkrankungen der Blutgefäße (wie Arterien oder Venen) von innen, also „endovaskulä... [mehr]
Für den Alkoholentzug werden verschiedene Medikamente eingesetzt, abhängig von der Phase des Entzugs und den individuellen Bedürfnissen der Patient*innen. Die wichtigsten Medikamente si... [mehr]
Nicht-invasive Neuromodulation bezeichnet medizinische Verfahren, bei denen die Aktivität des Nervensystems gezielt beeinflusst wird, ohne dass dabei chirurgische Eingriffe oder Implantate notwen... [mehr]