Als „therapierefraktär“ bezeichnet man einen Zustand, bei dem eine Erkrankung oder ein Symptom trotz adäquater und ausreichend langer Behandlung mit den üblichen, anerkannte... [mehr]
Ob eine Bluttransfusion (1 Packung Erythrozytenkonzentrat, kurz „1 Pkg“) bei einem Hämoglobinwert von 7,3 g/dl sinnvoll oder „gut“ ist, hängt von mehreren Faktoren ab: **Allgemeine Richtlinien:** - In der Regel wird bei stabilen, nicht kritisch kranken Erwachsenen eine Transfusion ab einem Hb-Wert von <7 g/dl empfohlen. - Bei Patienten mit Symptomen einer Anämie (z.B. Luftnot, Brustschmerzen, Schwäche) oder bestimmten Vorerkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) kann bereits bei höheren Werten (z.B. <8 g/dl) transfundiert werden. - Die Entscheidung ist immer individuell und berücksichtigt den Allgemeinzustand, die Ursache der Anämie und das Risiko von Komplikationen. **Fazit:** Ein Hb-Wert von 7,3 g/dl liegt knapp über der üblichen Schwelle für eine Transfusion bei stabilen Patienten. Wenn keine Symptome oder Risikofaktoren vorliegen, wird oft noch abgewartet. Bei Symptomen oder bestimmten Vorerkrankungen kann eine Transfusion aber bereits bei diesem Wert sinnvoll sein. Die Entscheidung sollte immer durch den behandelnden Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Situation getroffen werden. **Quellen:** - [Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie: Leitlinie zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten](https://www.dgti.de/leitlinien.html) - [AWMF-Leitlinie: Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten](https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/093-004.html)
Als „therapierefraktär“ bezeichnet man einen Zustand, bei dem eine Erkrankung oder ein Symptom trotz adäquater und ausreichend langer Behandlung mit den üblichen, anerkannte... [mehr]
Biologika (Singular: Biologikum) sind Arzneimittel, die aus biologischen Quellen stammen oder mit biotechnologischen Verfahren hergestellt werden. Im Gegensatz zu klassischen, chemisch-synthetischen M... [mehr]
Bei einer Sigmadivertikulose sind sogenannte osmotische Abführmittel in der Regel am günstigsten. Dazu zählen beispielsweise Macrogol (Polyethylenglykol) oder Lactulose. Diese Mittel wi... [mehr]
Nach einer Reblozyl-Therapie (Wirkstoff: Luspatercept) hängt das weitere Vorgehen stark von der zugrunde liegenden Erkrankung, dem Therapieerfolg und dem individuellen Ansprechen des Patienten ab... [mehr]
Die vier zentralen Faktoren der Sauerstofftherapie sind: 1. **Indikation**: Klare medizinische Begründung für die Sauerstoffgabe, z.B. Hypoxämie, COPD, akute Atemnot. 2. **Dosierung**:... [mehr]
Die Besonderheit der Sauerstofftherapie liegt darin, dass sie gezielt eingesetzt wird, um den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen, wenn dieser durch Erkrankungen wie COPD, Lungenentzündung,... [mehr]
Eine endovaskuläre Intervention ist ein minimal-invasives medizinisches Verfahren, bei dem Erkrankungen der Blutgefäße (wie Arterien oder Venen) von innen, also „endovaskulä... [mehr]
Für den Alkoholentzug werden verschiedene Medikamente eingesetzt, abhängig von der Phase des Entzugs und den individuellen Bedürfnissen der Patient*innen. Die wichtigsten Medikamente si... [mehr]
Nicht-invasive Neuromodulation bezeichnet medizinische Verfahren, bei denen die Aktivität des Nervensystems gezielt beeinflusst wird, ohne dass dabei chirurgische Eingriffe oder Implantate notwen... [mehr]