Wann ist eine Teilungsversteigerung einer Immobilie sinnvoll?

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Eine **Teilungsversteigerung** kommt in Frage, wenn eine Immobilie **mehreren Personen gemeinsam gehört** (z. B. Miteigentum/Bruchteilsgemeinschaft oder Erbengemeinschaft) und **keine Einigung** darüber möglich ist, wie das Objekt genutzt, verkauft oder aufgeteilt werden soll. Dann kann die Aufhebung der Gemeinschaft über die Versteigerung erzwungen werden. Typische Fälle: - **Scheidung/Trennung**: Beide (oder mehrere) stehen im Grundbuch, aber es gibt keine Einigung über Verkauf, Auszahlung oder Übernahme. - **Erbengemeinschaft**: Erben werden sich nicht einig, ob verkauft, vermietet oder ein Erbe ausgezahlt werden soll. - **Sonstige Miteigentümer** (z. B. Geschwister, Geschäftspartner): Dauerstreit über Nutzung/Verwertung. Wichtige rechtliche Eckpunkte (vereinfacht): - **Antragsberechtigt** ist grundsätzlich **jeder Miteigentümer** (auch mit kleinem Anteil). - Ziel ist **nicht** die „Schuldenversteigerung“, sondern die **Aufhebung der Eigentümergemeinschaft**; der Erlös wird anschließend **nach Anteilen** verteilt (abzüglich Kosten; Belastungen wie Grundschulden spielen praktisch mit hinein). - Sie ist oft das **letzte Mittel**, wenn eine **einvernehmliche Lösung** (Verkauf am Markt, Auszahlung/Übernahme, Realteilung soweit möglich) scheitert. Grenzen/typische Hürden: - In bestimmten Konstellationen kann das Verfahren **vorübergehend eingestellt/aufgeschoben** werden (z. B. bei besonderer Härte oder zum Schutz gemeinsamer Kinder im Zusammenhang mit Trennung/Scheidung – immer einzelfallabhängig). - Bei **Wohnrechten/Nießbrauch**, laufenden **Mietverhältnissen** oder komplexen Belastungen ist sie zwar möglich, aber wirtschaftlich/ablaufmäßig oft komplizierter. Weiterführend: https://www.gesetze-im-internet.de/zvg/ (Zwangsversteigerungsgesetz, Grundlage auch für die Teilungsversteigerung)

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