Pflegekräfte planen Pflege in der Regel nach dem Pflegeprozess. Orientierung geben dabei vor allem: 1. Informationssammlung Zustand, Ressourcen, Probleme, Gewohnheiten, Risiken, Diagnosen, Arz...
Pflegeplanung bei Kontraktur durch Arthrose mit Zielen und Maßnahmen?
Antwort vomPflegeplanung bei einem Bewohner mit Kontraktur aufgrund von Arthrose **Pflegeproblem:** Der Bewohner hat aufgrund von Arthrose eine Kontraktur (Bewegungseinschränkung) entwickelt. --- **Pflegeziel(e):** 1. Erhaltung und Förderung der Beweglichkeit der betroffenen Gelenke. 2. Vermeidung einer weiteren Verschlechterung der Kontraktur. 3. Linderung von Schmerzen bei Bewegungen. 4. Förderung der Selbstständigkeit im Alltag. --- **Pflegemaßnahmen:** 1. **Bewegungsübungen:** - Tägliche, angeleitete aktive und passive Bewegungsübungen im schmerzfreien Bereich durchführen (z. B. nach Anleitung durch Physiotherapie). - Gelenke regelmäßig, aber vorsichtig bewegen, um die Beweglichkeit zu erhalten. 2. **Lagerung und Positionierung:** - Regelmäßige, fachgerechte Lagerung zur Vermeidung von Fehlstellungen und Druckstellen. - Verwendung von Lagerungshilfsmitteln (z. B. Kissen, Schienen), um die betroffenen Gelenke in einer funktionellen Position zu halten. 3. **Schmerzlinderung:** - Schmerzbeobachtung und -dokumentation (z. B. mit einer Schmerzskala). - Schmerztherapie nach ärztlicher Anordnung (z. B. Medikamente, Wärmeanwendungen). - Entspannungsübungen oder Ablenkungstechniken anbieten. 4. **Förderung der Selbstständigkeit:** - Unterstützung bei Aktivitäten des täglichen Lebens (z. B. An- und Auskleiden, Körperpflege) unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen. - Hilfsmittel bereitstellen und deren Nutzung anleiten (z. B. Greifhilfen, rutschfeste Unterlagen). 5. **Interdisziplinäre Zusammenarbeit:** - Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Ärzten. - Teilnahme an Fallbesprechungen und Übernahme von Empfehlungen in die Pflege. 6. **Angehörigenarbeit:** - Angehörige über die Erkrankung, den Umgang mit Kontrakturen und die Bedeutung von Bewegung informieren und anleiten. --- **Evaluation:** Regelmäßige Überprüfung der Beweglichkeit, des Schmerzniveaus und der Selbstständigkeit. Anpassung der Maßnahmen bei Veränderungen. --- Diese Pflegeplanung ist ein Beispiel und sollte individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Bewohners angepasst werden.