Wie wird MDS behandelt?

Antwort

Das Myelodysplastische Syndrom (MDS) ist eine Gruppe von Erkrankungen des blutbildenden Systems, bei denen die Bildung von Blutzellen im Knochenmark gestört ist. Die Behandlung von MDS hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Subtyp, dem Alter, dem allgemeinen Gesundheitszustand und dem Risiko, dass die Erkrankung zu einer akuten myeloischen Leukämie (AML) entwickelt. Typische Behandlungsoptionen sind: 1. **Supportive Therapie** - Bluttransfusionen (rote Blutkörperchen, Thrombozyten) - Gabe von Wachstumsfaktoren (z. B. Erythropoetin, G-CSF) - Behandlung von Infektionen und Blutungen 2. **Medikamentöse Therapie** - Hypomethylierende Substanzen (z. B. Azacitidin, Decitabin) - Immunmodulatoren (z. B. Lenalidomid, besonders bei bestimmten genetischen Veränderungen) - Immunsuppressive Therapie (z. B. Antithymozytenglobulin, Ciclosporin) 3. **Knochenmark- bzw. Stammzelltransplantation** - Einzige potenziell heilende Therapie, aber nur für geeignete Patient:innen (meist jüngere und gesündere Menschen) 4. **Klinische Studien** - Teilnahme an Studien mit neuen Medikamenten oder Therapiekombinationen Die Wahl der Therapie erfolgt individuell und sollte immer in Absprache mit einem hämatologischen Facharzt getroffen werden. Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern, Komplikationen zu vermeiden und – wenn möglich – eine Heilung zu erreichen. Weitere Informationen findest du z. B. bei der [Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe](https://www.leukaemie-hilfe.de/) oder der [Deutschen Krebsgesellschaft](https://www.krebsgesellschaft.de/).

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