Manche sehen die Aufklärung als koloniales Projekt, weil viele ihrer zentralen Ideen und Praktiken eng mit der europäischen Expansion, Kolonialisierung und der damit verbundenen Unterdrü... [mehr]
Der Herero-Aufstand, auch bekannt als Herero-Rebellion, fand zwischen 1904 und 1907 in der damaligen deutschen Kolonie Südwestafrika (heute Namibia) statt. Die Herero, ein indigenes Volk, erhoben sich gegen die koloniale Unterdrückung und die Landraubpolitik der deutschen Kolonialherren. Die Ursachen des Aufstands lagen in der brutalen Behandlung der Herero durch die deutschen Kolonialbehörden, die Enteignung von Land und Wasserressourcen sowie der Einführung von restriktiven Gesetzen. Der Konflikt eskalierte, als die Herero 1904 unter der Führung von Samuel Maharero gegen die deutschen Truppen kämpften. Die Reaktion der deutschen Kolonialmacht war extrem gewalttätig. Die deutsche Armee setzte militärische Gewalt ein, um den Aufstand niederzuschlagen, was zu massiven Verlusten unter der Herero-Bevölkerung führte. Schätzungen zufolge starben bis zu 80% der Herero durch Kämpfe, Hunger und Krankheiten, die durch die Vertreibung und die schlechten Lebensbedingungen verursacht wurden. Der Herero-Aufstand gilt als einer der ersten Völkermorde des 20. Jahrhunderts und hat bis heute Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Namibia und Deutschland sowie auf die Erinnerungskultur in beiden Ländern. In den letzten Jahren gab es Bestrebungen, die koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten und eine Entschuldigung sowie Entschädigungen für die Nachfahren der Herero zu erreichen.
Manche sehen die Aufklärung als koloniales Projekt, weil viele ihrer zentralen Ideen und Praktiken eng mit der europäischen Expansion, Kolonialisierung und der damit verbundenen Unterdrü... [mehr]