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Kann man Bärlauch, Bachbunge, Brunnenkresse, Einjähriges Silberblatt, Nelkenwurz, Lungenkraut oder Sauerampfer jung und gekocht in größerer Menge essen?
Antwort vomDie genannten Wildkräuter – Bärlauch, Bachbunge, Brunnenkresse, Einjähriges Silberblatt, Nelkenwurz, Lungenkraut und Sauerampfer – sind grundsätzlich essbar, aber es gibt bei jedem einige wichtige Hinweise zu beachten: **Bärlauch** Jung und gekocht in größeren Mengen unbedenklich essbar. Vorsicht bei der Verwechslung mit giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlose. **Bachbunge (Veronica beccabunga)** Essbar, sowohl roh als auch gekocht. In größeren Mengen kann sie leicht abführend wirken, daher besser in Maßen genießen. **Brunnenkresse** Essbar und sehr gesund, enthält aber Senfölglykoside, die in sehr großen Mengen zu Magenreizungen führen können. Gekocht ist sie bekömmlicher. **Einjähriges Silberblatt (Lunaria annua)** Nicht als klassisches Wildgemüse bekannt. Die jungen Blätter sind zwar essbar, aber nicht besonders schmackhaft und können in größeren Mengen leicht abführend wirken. Nur in kleinen Mengen verwenden. **Nelkenwurz (Geum urbanum)** Die jungen Blätter sind essbar, aber eher als Würzkraut geeignet. In größeren Mengen kann es zu Magenbeschwerden kommen. **Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)** Essbar, aber nur in kleinen Mengen zu empfehlen, da es Saponine enthält, die in großen Mengen leicht giftig wirken können. **Sauerampfer** Jung und gekocht gut essbar, enthält aber Oxalsäure. In größeren Mengen kann das zu Magenbeschwerden und bei empfindlichen Personen zu Nierenproblemen führen. Nicht in großen Mengen oder über längere Zeit essen. **Fazit:** Die meisten dieser Wildkräuter sind jung und gekocht in kleinen bis mittleren Mengen unbedenklich. In sehr großen Mengen oder über längere Zeit können einige (vor allem Sauerampfer, Lungenkraut, Bachbunge) unerwünschte Wirkungen haben. Abwechslung und maßvoller Genuss sind bei Wildkräutern immer ratsam. **Wichtiger Hinweis:** Immer sicher bestimmen, keine verwechselbaren oder giftigen Pflanzen sammeln und bei Unsicherheiten lieber auf den Verzehr verzichten.
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