Allgemeine Technische und Organisatorische Maßnahmen (TOM) geben Auskunft darüber, wie ein Unternehmen den Schutz personenbezogener Daten sicherstellt. Sie sind ein zentraler Bestandteil de... [mehr]
Ob ein Unternehmen im Chatfenster die Nachricht eines Nutzers bereits während der Eingabe sehen darf, hängt maßgeblich von datenschutzrechtlichen Vorgaben ab, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). **Grundsätzliches:** - Die Eingabe einer Nachricht im Chatfenster ist bereits eine Verarbeitung personenbezogener Daten, wenn Rückschlüsse auf die Person möglich sind. - Das Mitlesen während der Eingabe (sog. "Live-Typing" oder "Pre-Chat-Preview") ist eine weitergehende Verarbeitung als das Übermitteln nach dem Absenden. **Erlaubnis und Hinweis:** - Eine solche Funktion ist grundsätzlich nur zulässig, wenn der Nutzer darüber **klar und verständlich informiert** wird, bevor die Eingabe erfolgt. - Idealerweise sollte der Nutzer der Funktion **aktiv zustimmen** (z. B. durch eine Checkbox), da es sich um eine Verarbeitung handelt, die über das übliche Maß hinausgeht. - Ein bloßer Hinweis ("Ihre Eingaben werden bereits während der Eingabe übertragen") kann ausreichend sein, wenn die Verarbeitung zur Vertragserfüllung notwendig ist oder ein berechtigtes Interesse besteht und die Interessen des Nutzers nicht überwiegen. Dennoch ist eine **Einwilligung** aus Transparenz- und Rechtssicherheitsgründen zu empfehlen. **Fazit:** Ja, es ist erlaubt, wenn der Nutzer **vor der Eingabe** klar und verständlich darauf hingewiesen wurde und idealerweise eingewilligt hat. Ohne Hinweis oder Einwilligung wäre dies ein Verstoß gegen die DSGVO. **Weitere Informationen:** - [Datenschutzkonferenz: Orientierungshilfe Telemedien](https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/oh/20210924_oh_telemedien.pdf) - [DSGVO Art. 6 – Rechtmäßigkeit der Verarbeitung](https://dsgvo-gesetz.de/art-6-dsgvo/) Eine rechtliche Beratung im Einzelfall kann sinnvoll sein, da die konkrete Ausgestaltung entscheidend ist.
Allgemeine Technische und Organisatorische Maßnahmen (TOM) geben Auskunft darüber, wie ein Unternehmen den Schutz personenbezogener Daten sicherstellt. Sie sind ein zentraler Bestandteil de... [mehr]
Es gibt mehrere Fälle, in denen Unternehmen wegen unzureichender Datenschutzmaßnahmen im Home Office verurteilt oder mit Bußgeldern belegt wurden. Ein häufiges Problem war die un... [mehr]
Artikel 28 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bezieht sich auf die Auftragsver und legt fest, welche Anforderungen an die Verträge zwischen dem Verantwortlichen und dem Auftragsverarbeiter g... [mehr]
Ein Datenschutzbeauftragter muss in einem Unternehmen ernannt werden, um sicherzustellen, dass die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden. Dies ist besonders wichtig, da Unternehmen personenbezoge... [mehr]
Um QR-Codes datenschutzkonform für eine Behörde zu generieren, sollten folgende Punkte beachtet werden: 1. **Keine sensiblen Daten im QR-Code speichern:** Im QR-Code sollten keine pers... [mehr]
Ja, die Staatsangehörigkeit gilt als ein besonderes personenbezogenes Datum im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Nach Art. 9 Abs. 1 DSGVO sind besondere Kategorien personenbezogener... [mehr]
Für das Jahr 2026 sollten Datenschutzstrategien einer Datenschutzabteilung sowohl aktuelle als auch absehbare technologische, rechtliche und gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigen.... [mehr]
Ob eine Auftragsverarbeitung im Sinne der DSGVO (§ 28 DSGVO) vorliegt, hängt davon ab, in welcher Rolle die externe Vertriebsagentur die personenbezogenen Daten verarbeitet: **Auftragsverar... [mehr]
Artikel 25 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) regelt das Prinzip „Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen“ („Privacy by Design&ldqu... [mehr]
Ob ein Vertrag mit einem Auftragsverarbeiter nach einer Datenpanne gekündigt werden sollte, hängt von mehreren Faktoren ab: 1. **Schwere der Datenpanne:** Wie sensibel und umfangreich waren... [mehr]