Was bedeutet 'auf Gedeih und Verderb' und was ist der Ursprung?

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Die Redewendung „auf Gedeih und Verderb“ bedeutet, dass jemand oder etwas völlig und bedingungslos dem Schicksal, dem Willen oder der Entscheidung einer anderen Person oder Sache ausgeliefert ist – egal, ob das Ergebnis positiv (Gedeih) oder negativ (Verderb) ist. Es drückt also eine vollständige Abhängigkeit aus, bei der sowohl das Gute als auch das Schlechte in Kauf genommen werden muss. **Ursprung:** Die Wendung stammt aus dem mittelhochdeutschen Rechtswesen. „Gedeih“ steht für das Gedeihen, also das Glück, das Wohl, den Erfolg. „Verderb“ steht für das Verderben, also das Unglück, den Schaden, den Untergang. Ursprünglich wurde die Formel in Verträgen verwendet, um auszudrücken, dass beide Parteien alle Folgen einer Vereinbarung gemeinsam tragen – egal, ob sie vorteilhaft oder nachteilig sind. **Beispiel:** „Die Mannschaft ist auf Gedeih und Verderb auf ihren Kapitän angewiesen.“ Weitere Informationen findest du z.B. im [Duden](https://www.duden.de/rechtschreibung/auf_Gedeih_und_Verderb).

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