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Wann wurden im Vajrayana die vier Grundübungen eingeführt?
Antwort vomDie sogenannten „vier Grundübungen“ (tibetisch: ngöndro) im Vajrayana-Buddhismus wurden im Laufe der des tibetischen Buddhismus systematisiert. Sie sind kein ursprünglicher Bestandteil der frühen indischen Vajrayana-Traditionen, sondern entstanden im tibetischen Kontext. Die systematische Praxis der vier Grundübungen wurde etwa ab dem 11. bis 12. Jahrhundert in Tibet eingeführt, insbesondere durch die großen Übersetzer und Meister wie Marpa Lotsawa (1012–1097) und Gampopa (1079–1153). In den Schulen der Kagyü-, Nyingma- und später auch der Sakya- und Gelug-Tradition wurden die ngöndro-Praxen als vorbereitende Übungen für fortgeschrittene tantrische Praktiken fest etabliert. Zusammengefasst: Die vier Grundübungen (ngöndro) wurden im tibetischen Vajrayana-Buddhismus ab dem 11./12. Jahrhundert eingeführt und systematisiert.
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