Was bedeutet Mitgefühl im Vajrayana?

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Im Vajrayana-Buddhismus bezeichnet Mitgefühl (Sanskrit: karuṇā; Tibetisch: nyingje) die tiefe, aufrichtige Anteilnahme am Leiden aller fühlenden Wesen, verbunden mit dem Wunsch, dieses Leiden zu lindern oder zu beenden. Mitgefühl ist dabei nicht nur ein Gefühl, sondern eine aktive Motivation, anderen zu helfen und sie auf dem Weg zur Erleuchtung zu unterstützen. Im Vajrayana wird Mitgefühl als untrennbar mit Weisheit (prajñā) betrachtet. Es geht nicht nur darum, Mitleid zu empfinden, sondern um ein tiefes Verständnis der wahren Natur der Realität (Leerheit, shunyata) und der Verbundenheit aller Wesen. Mitgefühl ist eine der zentralen Qualitäten eines Bodhisattva – eines Wesens, das aus Mitgefühl heraus darauf verzichtet, ins Nirvana einzugehen, bevor nicht alle Wesen befreit sind. Praktisch wird Mitgefühl im Vajrayana durch verschiedene Meditationen und Rituale kultiviert, etwa durch die Praxis von Chenrezig (Avalokiteshvara), dem Bodhisattva des Mitgefühls. Ziel ist es, ein allumfassendes, grenzenloses Mitgefühl zu entwickeln, das nicht zwischen Freunden, Feinden oder Fremden unterscheidet. Mehr Informationen findest du z.B. auf [Buddhismus-Info.de](https://buddhismus-info.de/mitgefuehl-karuna/).

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