Welche Rolle spielt das Unglaubliche im katholischen Glauben als Hinweis auf Gott?

Antwort

Im katholischen Glauben sind viele Glaubenswahrheiten tatsächlich „unglaublich“ im Sinne von übernatürlich oder dem menschlichen Verstand zunächst unzugänglich. Genau darin liegt nach katholischer Auffassung das „Interessante“: Diese Glaubenswahrheiten – etwa die Dreifaltigkeit Gottes, die Menschwerdung Jesu Christi, die Auferstehung oder die Realpräsenz Christi in der Eucharistie – übersteigen das, was der Mensch aus eigener Vernunft erkennen kann. Die katholische Theologie sieht darin einen Hinweis auf Gott selbst: Das „Unglaubliche“ oder Übernatürliche verweist auf eine Wirklichkeit, die größer ist als der Mensch und seine Welt. Es soll den Glaubenden dazu führen, sich auf Gott einzulassen, der sich in diesen Geheimnissen offenbart. Der Glaube ist also nicht bloß ein Für-wahr-Halten von Sätzen, sondern ein Vertrauen auf Gott, der sich in diesen „unglaublichen“ Wahrheiten zeigt. Die Kirche betont, dass diese Glaubenswahrheiten nicht im Widerspruch zur Vernunft stehen, sondern sie übersteigen. Sie sind Zeichen dafür, dass Gott größer ist als alles, was wir uns vorstellen können, und dass er sich dem Menschen auf eine Weise mitteilt, die ihn zum Staunen und zur Anbetung führt. Weitere Informationen findest du z.B. auf der offiziellen Seite der katholischen Kirche: https://www.katholisch.de/

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