Welche zwei Anspruchsgrundlagen gibt es für die zivilrechtliche Haftung?

Antwort vom

Im deutschen Zivilrecht gibt es zwei Hauptanspruchsgrundlagen für die zivilrechtliche Haftung: 1. **Vertragliche Haftung**: Diese ergibt sich aus einem bestehenden Vertrag zwischen den Parteien. Wenn eine Partei ihre vertraglichen Pflichten verletzt, kann die andere Partei Schadensersatz verlangen. Die relevanten Vorschriften finden sich hauptsächlich in den §§ 280 ff. BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). 2. **Deliktische Haftung**: Diese basiert auf unerlaubten Handlungen, unabhängig von einem bestehenden Vertrag. Wenn jemand durch eine widerrechtliche Handlung einen Schaden verursacht, kann der Geschädigte Schadensersatz verlangen. Die entsprechenden Regelungen sind in den §§ 823 ff. BGB zu finden. Beide Anspruchsgrundlagen dienen dazu, den Geschädigten zu entschädigen und den Schädiger zur Verantwortung zu ziehen.

Verwandte Fragen

Was sind Zivilrecht, Strafrecht und Haftungsrecht in der Pflege einfach erklärt?

Einfach erklärt in der Pflege: Zivilrecht Regelt Streit zwischen Personen oder Einrichtungen. In der Pflege heißt das z. B.: Ein Patient fordert Schadensersatz oder Schmerzensgeld, weil...

Was ist Zivilrecht einfach erklärt?

Zivilrecht regelt Streitigkeiten zwischen Privatpersonen oder Unternehmen. Einfach gesagt: Es geht darum, wer welche Rechte und Pflichten gegenüber anderen hat. Beispiele: Kaufverträge Mie...

Wer haftet bei beschädigter Scheinwerferdichtung in der Waschanlage?

Ob die Waschanlage haftet, hängt vor allem davon ab, warum die Scheinwerferdichtung beschädigt wurde. Grundsatz: Der Betreiber der Waschanlage haftet, wenn die Anlage fehlerhaft war, falsch...